#076 Deutschlands Gesundheit am Scheideweg: Warum Prävention unser System retten muss - Prof. Dr. Ingo Froböse
Shownotes
Fragst du dich auch manchmal, wie es um unsere Gesundheit steht und ob unser System noch zu retten ist? In dieser Folge hinterfrage ich gemeinsam mit Prof. Dr. Ingo Froböse, was passieren muss, damit wir als Gesellschaft wieder gesünder leben und arbeiten können.
In meinem Gespräch mit Ingo Froböse schauen wir hinter die Kulissen unseres Gesundheitssystems: Warum funktioniert so vieles nicht mehr? Was steckt wirklich hinter den steigenden Zahlen chronisch Kranker und was bedeutet das ganz konkret für deinen Alltag und dein Wohlbefinden?
Wir sprechen darüber, wie du Genuss und Disziplin unter einen Hut bekommst, warum echte Regeneration so wertvoll ist und welche gesellschaftlichen und politischen Barrieren ein gesünderes Leben oft noch blockieren. Du erfährst, warum es höchste Zeit ist, umzudenken und wie jeder von uns mit kleinen Schritten anfangen kann.
Key-Takeaways:
- Du erfährst, warum unser Gesundheitssystem lieber repariert, statt vorzubeugen und welche Folgen das für dich und uns alle hat
- Du bekommst spannende Einblicke in sein neues Buch "Deutschland macht krank" und welche Akteure und Systeme unsere Gesundheit tatsächlich beeinflussen
- Du wirst überrascht sein, wie viel Macht und Verantwortung du selbst hast, um für deine eigene Gesundheit und die Gemeinschaft etwas zu verändern
Und: Ich spreche mit Ingo über sein aktuell wichtigstes Projekt: "Gesundheit ins Grundgesetz". Unterzeichne daher die Petition: https://www.gesundheitinsgrundgesetz.de und unterstütze damit dieses wichtige Vorgehen.
Links zu uns und Ingo:
Ingo Froböse auf YouTube: https://www.youtube.com/@formelfroboese
Gesundheit und Leistung im Fokus. Für deinen nachhaltigen Unternehmenserfolg: https://www.spexa.de
Mit spexa den Business Health Index (BHI®) deines Unternehmens ermitteln: https://www.spexa.de/so-funktioniert-es/business-health-index/so-funktionierts-1
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Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zur siebzigsten Episode unseres Podcasts Endlich Montag.
00:00:11: Den Podcast, in dem wir Gesundheit, Leistungsfähigkeit und die Frage wie wir eigentlich wirklich gut leben und arbeiten können aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten ehrlich manchmal auch ein bisschen provokant immer aber mit dem Anspruch Dinge neu zu denken.
00:00:28: Und heute haben wir einen Gast auf den ich mich persönlich ganz besonders freue jemand der wie kaum ein anderer für das Thema Prävention in Deutschland steht und der es schafft, Wissenschaft so greifbar zu machen.
00:00:38: Dass man sie nicht nur versteht sondern sie am liebsten direkt ins eigene Leben integrieren möchte.
00:00:44: Ja bei uns ist heute Professor Dr.
00:00:46: Ingo Frohböse wohl eine der bekanntesten und zugleich klarsten Stimmen wenn es um die Zukunft unserer Gesundheit in Deutschland geht.
00:00:54: Lieber Ingo ganz herzlichen Dank dass du heute da bist und dir die Zeit nimmst.
00:00:58: ich freue mich wirklich sehr auf das Gespräch heute
00:01:01: Woffeln.
00:01:01: natürlich auch, wenn ich bei den Botschaften drüber bringen kann, dann bin ich immer mit dabei.
00:01:06: Ach schön!
00:01:07: Ja Ingo also ich hatte es gerade schon angesprochen du wirst oft als das Gesicht der deutschen Präventionsmedizin bezeichnet.
00:01:13: Du wirkst dabei immer kompetent aber zudem so extrem nahbar und bringst eine gewisse, ich würde mal sagen hanseatische Gelassenheit mit obwohl du ja eigentlich gebürtiger Westfale bist ne?
00:01:26: Ich glaube kaum, dass es jemanden unserer Podcasts zu eurer gibt der dich nicht kennt.
00:01:30: Aber wenn du beschreiben würdest wer du bist beziehungsweise wofür du so stehst was antwortest du dann?
00:01:37: ich bin ein Mensch der in den Mittelpunkt gestellt hat immer etwas Gutes für sich zu tun und das ist meine Leitlinie also Lebensqualität.
00:01:46: das begleitet mich mein ganzes Leben Und das versuche ich herzustellen, das versuch zu kommunizieren.
00:01:51: Das versuche einfach zu vermitteln weil wir sind ja Menschen und wir sollten immer darauf sehr erpicht sein dass es uns gut geht und dafür können wir ganz viel tun.
00:01:58: Das ist so meine Botschaft und meine Leitlinie.
00:02:01: Ja du warst ja selber Top Sprinter in Deutschland schon einige Jahre her aber über hundert zweihundert Meter ich mein zehn Komma vier Sekunden auf Hundert Metern.
00:02:10: wenn wenn Du jetzt so heute an der roten Ampel stehst ne?
00:02:15: Und sie springt auf Grün.
00:02:17: Juckt's da noch in den Waden?
00:02:19: Das juckt immer noch, natürlich.
00:02:20: Ich trage ja jeden Tag Sport.
00:02:22: Mama und Papa haben mich als Kleinkind ... Du hast gesagt an der Grenze zum Ruhrport, ich bin unangeboren, direkt in den Sportverein gesteckt.
00:02:32: Schnell laufen konnte ich immer.
00:02:33: Bei uns war es eine Grundschule gewesen.
00:02:36: Wer war der Erste am Eiche mitten auf dem Schulhof?
00:02:39: Das hab' ich natürlich überflogen!
00:02:41: zu erreichen.
00:02:42: Ja, so habe ich ein gutes Sprint-Tradik in der Grünen Schule bereits gehabt.
00:02:45: Das war also die Eiche als Ziel und ja heute ist es immer noch so.
00:02:50: das heißt ich treibe jeden Tag Sport und bin ja ganz viel hier beim Eis vor Köln.
00:02:54: Wir wohnen auch ganz nahe daran und da ist die Tatam-Badema in der Nähe und ich sehe sie jeden Tag.
00:03:00: Diese Tatan waren nur nicht vergessen auch noch drauf wobei ich die Sprints nicht mehr so lange ausführe.
00:03:06: Ich mache natürlich schon kurze Abläufe Und wenn die ja die Schnelligkeit ist, das was man nie verlieren sollte.
00:03:14: Aber die verliert man sehr früh und deswegen arbeite ich an weil Ich natürlich auch da reden wir ja vielleicht heute mal drüber Die große gesellschaftliche Sorge ist ja Sturzprävention Betreiben bei pflegebedürftigkeit der unmittelbar dran hängt und ich habe ja nächstes jahr oder sieben davor in meinem Alter So langsam beginnen die Karosserie ein paar wollen zu kriegen.
00:03:35: Ja aber das ist glaube ich dass das du Du erzählst es nicht nur, sondern du bist ja selber durch und durch Sportler auch geblieben.
00:03:44: Und drangeblieben und sagst ... dass das natürlich über das Alter hin ... Muskeln, Mabbau
00:03:50: usw.,
00:03:51: ich mein, das wissen viele, aber man muss auch diszipliniert bleiben.
00:03:55: Gleichzeitig bist du aber auch genussfähig.
00:03:57: Ich glaube, das ist etwas, was viele Menschen so missverstehen.
00:04:00: Wenn's irgendwie um Sport geht, dann wirds oft als Qual verstanden.
00:04:05: Wenn wir jetzt mal ... so an einen Sonntagabend denken, welche Genusssünde wäre das bei dir?
00:04:11: Du erst mal ist es in der Tat so dass ich ja so ein bisschen häufig schlechtes Gewissen für die Menschen da bin.
00:04:15: Ich hab's schon einige Mal erlebt, dass wenn wir zum Beispiel sonntags Abend mit einer Frau essen gehen was wir häufiger tun also nicht nur am Sonntags sondern auch anderen Tagen dann habe ich schon eine Botschaft und gehört oh ich freu mich her dass sie essen kann ich es erwartet aber immer die würden immer nur decken.
00:04:36: Ich gehe irgendwie in die Kathedrale der Gesundheit hinein.
00:04:38: Was ich natürlich nicht tue, sondern Gesundheit und Genuss gehört für mich unmittelbar zusammen.
00:04:43: Und wir haben am Anfang schon über Lebensqualität gesprochen.
00:04:45: Das ist nochmal eine Leitlinie.
00:04:47: Wir sind Kulturenmenschen dazu gehört auch das Essen und Trinken.
00:04:51: also für mich ist immer am Wochenende ein Gläschen Wein und gleich ist es ja sehr diskutiert wird bei mir immer quasi mit dabei nicht viel aber im Einläschen.
00:04:59: Das zweite ist Liebe natürlich Theramistu Aber die mit Basketbohne.
00:05:04: Und ich bin so ein bisschen, weil ich auch viel in Italien bin, italienische Küche so verschrieben und da kann ich schon viele schöne Dinge finden und sei es eine gut gemachte Spaghetti Bolognese mit der Mama, die die Tomatensauce gemacht hat.
00:05:19: Da komme ich sehr, sehr geil daran oder?
00:05:21: Ich mache natürlich auch... Das ist in der Tat so, ich esse sehr gerne Fisch und auch viel Fisch!
00:05:26: Ja wenn man viel Sport macht, ist das vielleicht keine Sünde mehr.
00:05:29: dann ist es am Dergenuss ja dazugehört.
00:05:32: Weißt du, Wolfgang?
00:05:33: Ich finde Essen überhaupt mit der Begriff Sünde zu verbinden.
00:05:36: Halt dich für Quatsch!
00:05:38: Ich finde Sünde, wenn man dem Körper nicht irgendwas anständig ist... Das ist eine Sünde.
00:05:42: Wenn ich dem die Schütte schiebst zumote, das ist aber der Schwarzwälder Kirsch.
00:05:49: Das ist doch ein Genuss.
00:05:50: Einmal wieh'n mal Sünde sein.
00:05:52: So ist es ja absolut.
00:05:54: Du hast gerade von Italien gesprochen, aber du wohnst ja jetzt aus vielen Jahren schon in Köln.
00:06:00: Das ist ja auch ein Ort, der ziemlich trubelig eigentlich auch ist.
00:06:04: Es steht ja irgendwo für Leidenschaft und wenn du in Köln wohnst, das alles um die Ecke im Prinzip ... Wie findest du denn da mal so bisschen Ruhe?
00:06:13: Auch wenn Kameras abgeschaltet sind, wenn du mal für dich bist.
00:06:17: Und wo findest Du sie da oder wo suchst Du die für Dich?
00:06:21: Also erst einmal habe ich eine Frau, die mir natürlich gut und viel Ruhe gibt.
00:06:25: Das ist ganz wichtig!
00:06:25: eine Ruhrpol.
00:06:30: Wir wohnen direkt am Wald, also da gibt es auch in Köln am Stadtwald und das ist ein Naturschutzgebiet und wir schauen direkt ins Grüne und auf der Pferdibise und das is schon sehr schön.
00:06:42: Ist ja direkt in der steile Nähe.
00:06:43: aber trotzdem wenn der FC nicht spielt haben wir hier schon einen Ruhrpohl.
00:06:48: Aber ich hole noch meine Ruhr dann einfach selbst indem ich mich aufs Fahrrad begibe aufs Rennrad begebe oder indem ich mich einfach in die Laufschuh zwinge und da setze sich der Kappe auf, dann bin ich für mich.
00:06:59: Und dann höre ich nur die Natur und meine Schritte und das ist meine Ruhe, meine Meditation sozusagen.
00:07:07: Das ist auch ein Ritual für dich schätze ich mal ne?
00:07:10: Ja, also ich hol mir jeden Tag diese Ruhe und diese Ruhrmomente wirklich rein bewusst.
00:07:14: auch Treibt ja wie gesagt jeden Tag Sport, aber immer eher unter dem Aspekt so ein bisschen für mich etwas zu tun.
00:07:22: Ich will nicht besser werden mehr ich laufe nicht mehr gegen die Uhr oder mit Uhr das mache ich nicht mehr.
00:07:27: Ich bin einfach etwas für mich tun und dazu gehört eben so ein bischen die psychophysische Regulationen wie ich sie immer nenne.
00:07:37: Meinungsmomente hole ich mir dafür rein und das so balanciere ich mich aus.
00:07:41: Und deswegen ist es schon ein Ritual, du hast ja vorhin schon mal was das Wort Disziplin genannt, das habe ich nicht.
00:07:46: Ich bin bei mir das ritualisiert.
00:07:48: Man hat viele nennen das Disziplinen, viele nenne das Ja!
00:07:51: Du bist so klar und deutlich ne?
00:07:54: Es ist aber für mich Lebensqualität wenn ich das dann mache und so eine Stunde für mich am Gebüsch vorbei wende.
00:08:00: Das ist schon nett
00:08:01: Das ist auch das, was du ansprichst.
00:08:03: So dass man es als völlig selbstverständlicher sieht und ganz normal und deswegen keine Disziplin dahinter steckt weil's irgendwie eine Art Ritual ist, was man so schon gar nicht mehr wahrnimmt.
00:08:14: Für viele Menschen ist das ja wieder ein Stieg in die Gesundheit weil sie sich lange verlernt haben.
00:08:19: Wir werden vielleicht noch über den Schulalltag sprechen wo das ja auch schon nicht mehr so gelernt wird im Alltag Lebensalltag auch nicht.
00:08:28: Deswegen für viele Menschen oftmals einen Einstieg über ein Ritual dann vielleicht wieder reinzukommen in diese Sache.
00:08:34: Das ist vielleicht ein Punkt, wenn du sagst gibt es zum Montagmorgen-Ritual für dich.
00:08:39: Unser Podcast heißt ja auch endlich Montag damit man sich mal wieder freut auf die Woche.
00:08:44: Gibt es da so eins bei dir?
00:08:46: Oder sind's die Laufschuhe?
00:08:48: Ich freu mich auch immer auf dem Montag, weil es gibt wieder neue Aufgaben.
00:08:54: Und dieser Montag wird am Wochenende vorbereitet und ich mache schon am Wochenend etwas für mich in der Regel damit der Montag mit einem vollen Akku beginnen kann.
00:09:04: Da machen ja viele Fehler indem sie nicht mit einem voller Akku an den Montag in die Woche starten und sagen hoffentlich schon wieder Freitabald!
00:09:13: Sondern mein Akku ist montagsvoll Und das ist für mich auch das Ritual, weil ich bereite ihn am Wochenende vor dem Montag.
00:09:21: Und dann starte ich in der Tat immer mit The Frog.
00:09:25: Das heißt, ich habe die wichtig schwierigste Aufgabe am Montagmorgen für die Woche mir immer gestellt und das für mich ein klares Rituel.
00:09:33: Denn dann ist es weg!
00:09:34: Dann kann ich so die ganze Woche wunderbar relax weiter machen.
00:09:38: Vielleicht mal ein bisschen zu deiner Zeit als Professor beziehungsweise in der Arbeit zur Hochschule?
00:09:47: Ich frag mal so, was wäre eigentlich gewesen, wenn du jetzt oft Zufälle, die unser Leben bestimmen?
00:09:53: Ja ausschließlich sagst du sogar.
00:09:56: Ich kenne auch einige Momente.
00:09:57: Ich glaube jeder kennt einige Momenten.
00:09:59: Die großen
00:10:00: Momente sind Zufall.
00:10:01: Die Kleinkammer bladen die Großen nicht!
00:10:03: Ja richtig und was wäre gewesen, Wenn wir jetzt nicht Sportwissenschaftler geworden wären?
00:10:07: Könntest du das so vorstellen überhaupt oder ist das eine Vorstellung, die sich lohnt?
00:10:11: Sagen wir so ich wollte immer etwas mit Sport machen.
00:10:14: Ich war damals bei der Sportkompanie in Warendorf, direkt nach der Schule.
00:10:18: Nach dem Abitur und bekam dann schon einen Studienplatz weil ich wollte ja immer noch können an die Sportschule.
00:10:27: Das ist ja die Institution weltweit!
00:10:30: Und es ist so gewesen dass sich da dort oder das war wirklich einer der größten Momente im Leben als ich dann im Sekretariat war.
00:10:39: Und ich hatte keine Ahnung, ich wollte mich einschreiben, ich bekam ein Schulgeplatz.
00:10:42: Es war im Oktober Und dann komme ich als unvorbereiteter, cooler Sportler.
00:10:51: Ich kann ja alles was kostet.
00:10:52: Die Welt komme ich da hin.
00:10:53: und dann fragte mich jemanden im Sekretariat.
00:10:56: Was wollen sie denn studieren?
00:10:57: Hier wollen sich Studienrichtung A oder Studienrichtungen B?
00:11:01: Ich sage, was ist das?
00:11:03: Dann erklärte sie mir das ganz kurz und sagte der Studienrichting A. Das sind so die... Sportwissenschaftler, die sehr im Sinne der Leistung des Spitzen-Sports orientiert sind.
00:11:15: Die vielleicht auch dann später in die Schule wollen und sagen was ist B?
00:11:18: Ja, B ist Rehabilitation im Behandelten Sport.
00:11:20: So hieß das damals.
00:11:21: Und dann habe ich gesagt okay, ich mache B!
00:11:24: Ich hatte keine Ahnung davon aber wichtigstelle gescheite meines Lebens weil dann ging es plötzlich in eine ganz andere Richtung dass sie eben aus dem Sport an Sport raus war um plötzlich den Sport von seiner anderen Seite kennengelernt haben.
00:11:37: Da bin ich infiziert worden mit dem Thema was ich heute so erlebe, nämlich die große Bedeutung des Sports einfach für die Gesundheit zu erleben.
00:11:45: Und ich habe ganz viel in dieser Zeit auch gerade während meiner Studiumspeits schon gearbeitet und ich hab mich direkt engagiert.
00:11:53: Ich war infiziert von diesem Thema, dass wir eben das sich ganz viel mit frühkindlich hingeschädigten Kinder zu tun hatte.
00:11:59: In der Einzeltherapie habe ich sehr viel mit dem, was die Therapie gebracht hat.
00:12:03: Ich habe ganz viel in dieser Zeit eben mit schwerstbeinderten Ehrentraumatikern gearbeitet, mit Epileptikern und hab so die Bedeutung aber auch viele Glücksmomente erfahren, die diese Menschen durch die körperliche Aktivität bekommen haben.
00:12:17: Und da habe ich erkannt wow was hat was kann der Sport alles?
00:12:21: Und dann war ich auf der Strecke sozusagen, das war ein klassisch Reha!
00:12:24: Ich habe mir Blinden gearbeitet, die noch nie ihre Herzfrequenz hoch hatten.
00:12:29: Weil sie immer nur ganz langsam ein Wendeln entlang gegangen sind und wir haben sie getrieben in der Halle und plötzlich waren Sie ganz irritiert wie so ihr Herz zu kräftig schlagen kann.
00:12:39: Und das ist alles Momente gewesen da, den ich noch sehr gerne erinnere.
00:12:43: Ja, wollte ich sagen?
00:12:43: Das sind ja Erinnerungen von vor vielen, vielen Jahren.
00:12:46: Ja!
00:12:47: Das war so Anfang der achtziger Jahr.
00:12:50: Dann habe ich auch gedacht, okay.
00:12:52: Wenn du das jetzt schon so weit gemacht hast... ...ich war ja dann auch schon immer noch leistungsorientiert, was ich immer noch bin.
00:12:57: Von jenem daraus bin ich immernoch Spieltsunschwörter also immer noch ehrgeizig auf.
00:13:01: direkt zu meinen Leben Ich bin abtensiebzig wie gesagt angefangen und hab dann dreiundachzehnte.
00:13:05: ok ich promoviere Keine Ahnung hatte ich da nicht geplant Sondern ich wollte es einfach tun Und wollte habe dann weiter in der Reha gemacht weiter mit frühkürlichen hier geschädlichen Kindern gearbeitet weil das war mir sehr sehr wichtig zu diesem Zeitpunkt.
00:13:20: Und ja, habe dann sechsten achti schon promoviert aber immer noch ohne plan bis bis Dann mein damaliger Lehrer Hochschullehrer mehr gesagt Ich hab eine Einladung nach China willst du mit?
00:13:35: da war über sechstisch.
00:13:36: Okay und ich war damals wie gesagt das war Sechsund acht sieben achtzig da war ich gerade dreißig.
00:13:41: Aber jetzt komm mit und dann haben wir beide nennen wir an der Peking gefahren Und hab dort, durfte ich das auch großartig natürlich.
00:13:49: Für mich habe ich an der Beijing University, also Beijing University of Sports dann das Thema Rehabilitation unterrichtet und das dort eingepflanzt.
00:14:00: Hab aber dann erkannt... Also
00:14:01: über mehrere Jahre oder Monate?
00:14:03: Nee, ne, ein Semester.
00:14:04: Ein Semester
00:14:06: war
00:14:06: toll.
00:14:07: Das war toll!
00:14:09: Habe auf der Uni gelebt.
00:14:10: Was ihr jetzt zählen wollte, habt dann die ganz andere Seite des Sports auch kennengelernt.
00:14:15: in China Damals, traditionelle TCM sozusagen war immer noch auch die gesund Erhaltung der Menschen sehr viel betreut.
00:14:22: Aber Reha kannten sie gar
00:14:23: nicht so
00:14:24: und so bin ich ein bisschen auf den Trip gekommen.
00:14:26: ja vielleicht muss man gesunde Haltung mehr in dem Mittelpunkt stellen oder nicht so wie es aktuell immer noch diskutieren und das war dann eine Weiterentwicklung hier in meiner Gedankenwelt.
00:14:37: reil ist mich rausgebracht also auf der traditionellen westlichen Sicht Und mir die Bedeutung der Vorsorge, der Vorbeugung und der Pränenzion.
00:14:45: Dort habe ich das gelernt.
00:14:47: Interessant!
00:14:48: Also ein bisschen mal reinzukommen.
00:14:50: Das ist wirklich auch ein Zufall gewesen dann?
00:14:54: Ja zufälle sind das.
00:14:56: Ich erzähl mal in der Geschichte vielleicht.
00:14:58: Da war ich mit so einem Kardiologen, mit einem alten geniesischen Kardiologen unterwegs... ...und da saßen so lauter Menschen im Wartezimmer.
00:15:06: Dann fummelte er jedem am Ohrleppchen rum.
00:15:13: Und dann war das so, was habe ich eben gefragt.
00:15:15: Was machst du da danach?
00:15:16: Denn er hatte sich drei Menschen rausgezogen und mit dem machte er die klassischen westlichen EKG, Echokardiografie oder diesen ganzen Mistmachtel.
00:15:26: Und wenn man ja an der Qualität des Ohrlebchens erkenne ich sehr früh Veränderung, der Blutgefäße.
00:15:32: Der ateosklerotische
00:15:33: Veränderungen.
00:15:33: Weil je flexibler das ist umso mehr hatte offensichtlich die sehr viel Erfahrung Feinfühligkeit und sagt dann werden die Blutfäße steif.
00:15:42: und dass erfahrt, das erspüre Ich und das ein Zeichen für mich weiter zu reagieren weil es hat.
00:15:49: Probleme tauchen meistens erst in der Peripherie des Körpers auf weil der Körper wieder die inneren Organe erst mal schon.
00:15:56: Und so erkennen wir einen äußeren Kernzeichen, dass sich da etwas verändert hat genau wie Flecken auf der Haut.
00:16:02: Ich habe ganz viel von dir im gelernt, die ersten Domino-Steine zu finden bevor sie die ganze Kaskade umkippt und das war schön.
00:16:11: Ja, das ist glaube ich, dass es total schön war.
00:16:13: Das klingt nach einem echten Schlüsselmoment wo du gesagt hast jetzt ist das eine Neubetrachtung dieser ganzen Thematik.
00:16:19: mal spannend irgendwie?
00:16:21: Und das würde ich auch jedem empfehlen, sich in Situationen hinein zu begeben und aufzusaugen die völlig ungewöhnlich moment für uns sind.
00:16:29: Das sind wie gesagt diese erst mal diese im Sekretariat zu stehen und plötzlich sage ich mach B und dann noch so Schlüsselmomente zu bekommen, wo die man gar nicht erwartet hat.
00:16:39: Dann habe ich gesagt okay jetzt hab litier ich zu diesem großen Thema so ein bisschen habe hier ein bisschen autopädie gemacht dabei aber auch hier eben mit dem großen thema kann ich vorbeugen.
00:16:50: Und dann war ich dreieinundneunzig, die erste Lehrstuhlin haben wir quasi für Prävention in Deutschland.
00:16:56: Das ist dem Ernst gar nicht.
00:16:57: und ja seitdem bin ich auf der Straße oder ob der Autobahn unterwegs?
00:17:01: Ja eben!
00:17:01: Du bist seitdem unterwegs.
00:17:03: und wann war denn eigentlich so der Punkt wo du gesagt hast so in der Uni.
00:17:08: das den Studenten Studierenden zu erklären oder ihn so mit dem Weg zu öffnen reicht vielleicht nicht sondern ich muss diese komplexe Dinge auch irgendwie einfach verständlich machen, dass jeder versteht was du ja ich glaub jeder der dich kennt seit seit Jahrzehnten jetzt so gefühlt tust.
00:17:26: und man sieht sich in der Höhe zu.
00:17:28: Man sieht dich überall also bei meiner meiner Mutter.
00:17:32: auf dem Tisch liegt die Höhezu seit vorm dreißig jahren Gefühl oder länger.
00:17:37: Und wann war so der Moment wo du gesagt hast da war das ungefähr dann irgendwann die Zeit?
00:17:43: Du sagst es muss das muss auch populär werden dieses Thema.
00:17:47: Also weißt du, ich hab immer schon eine andere Einstellung vor meinen Eltern noch mitbekommen.
00:17:51: Ich wollte nie der große Wissenschaftler werden!
00:17:53: Das wollte ja auch nie werden!
00:17:56: Deshalb hat mir auch sehr viel Schelter eingebracht von meiner Scientific Community.
00:18:03: Und er
00:18:05: anfangs belächelt vielleicht so ein bisschen...
00:18:08: auch kritisiert und so.
00:18:11: Und ich weiß doch genau einmal, weil da war ich noch kleiner, kleiner Prof.
00:18:14: Da hat mein Rektor zu mir gesagt du weißt schon dass das nicht gut ankommt was du machst mit deinen Kollegen.
00:18:21: Tatsächlich ne?
00:18:22: Ja!
00:18:23: Ich habe gesagt wir sind ja egal.
00:18:25: Weil ich glaube die gemeinen Weg und dieser Weg der hat sich irgendwann nochmal kurz manifestiert meinen eigenen Weg zu gehen.
00:18:35: Meistens ist es ja so, dass man immer eigene nach Hause sowieso nicht so beliebt wird.
00:18:38: Sondern du wirst immer draußen geblieben.
00:18:39: Es ist ja immer eine Konkurrenzsituation offensichtlich und ich habe mich aber engagiert.
00:18:45: Immer auch in der Hochschule weil ich das immer gerne wollte von auch Prorektor zum Beispiel.
00:18:49: Und also ich bräuchte für Lehre und Studium Und habe ich da gewerkt, okay wie schwierig es ist Verwaltungstätigkeiten in der universitären Karriere auch zu haben.
00:18:59: War übrigens nicht meine schwierigste universitäre Zeit war mein Projektor da sein wo ich das vier Jahre gemacht habe.
00:19:06: Bindern aber?
00:19:08: Okay kommt... Das war genau der Umbruch von Diplot zum Bachelor.
00:19:12: Den wollte ich dann noch durchkämpfen so ein bisschen weil diese Umstellung natürlich auch große Umbrüche in der Universität nach sich zieht Und da hat er sie nachher nicht damals abgewählt.
00:19:23: Weiß ich noch gar nicht mehr, das heißt, ich hatte mich zur Wahl gestellt und die Hochschule hat damals gesagt der Hochschul-Hochschule Gremium ist in einer der Vorbilder nicht.
00:19:31: Das ist für mich auch wieder so ein Schlüsselmoment gewesen in der Tat weil ich dann in dem Moment kassete sechs zu fünf, weiß ich noch genau, liegen die Abstimmung raus.
00:19:43: Damals habe ich mich so ein bisschen ja lost gefühlt, kurze Momente aber auch so bis ihr das Gefühl gehabt habt Ich habe doch so viel gearbeitet, ich hab noch so viel Gutes getan dafür und immer auch sehr intrinsisch motiviert und nicht persönlich motiviert.
00:19:59: Und habe das als Moment gefunden, du gehst deinen eigenen Weg jetzt viel mehr weit?
00:20:06: Ja,
00:20:06: d.h.,
00:20:07: dass die Hochschule und gerade meine Kollegen wussten nicht, dass ein Spitzchen-Sportler dadurch angespornt wird durch Niederlagen!
00:20:13: Das hatten sie nicht so oft in Schirm.
00:20:16: Das ist für mich eine der
00:20:18: Schlüsse.
00:20:19: Ja, das war genau.
00:20:20: Das waren zwei Tausend drei so jetzt.
00:20:23: Jetzt marschiert der Vorböse alleine ja ohne die anderen Dinge eben dann doch etwas negativ zu tun.
00:20:31: Ich mache mir jetzt mein Raub hier und nehme jetzt meinen Raum.
00:20:34: Und das war für mich ansporn dadurch noch größer zu werden.
00:20:37: da war für ich eben das Profil klar.
00:20:42: Ich will nicht Wissenschaftler wären alle anderen sondern ich will es anders tun.
00:20:47: hab ich dann ja auch gemacht, aber ich war in den ersten Büchern geschrieben und so.
00:20:50: Das ist also... So vierundzwanzig Jahre her.
00:20:53: Ja, gegründet, das ist Zentrum für Gesundheit gegründe damals.
00:20:59: Ich weiß nicht ob das so in die Zeit ungefähr reinfindet, aber auf jeden
00:21:02: Fall... Da hat das alles wieder Zeit gewesen?
00:21:03: Ja, ja, ja.
00:21:05: Vorschein, Praxis zusammenzubringen irgendwie,
00:21:08: ne?
00:21:08: Ausgegründete, geGründete oder so,
00:21:11: ne?!
00:21:12: Ergablich heute noch.
00:21:13: da habe ich damals der Hochschule zwei Exklusiv gemacht, Businesspläne gemacht für eine Sport- und Test-GmbH.
00:21:22: Wollte ich haben an der Sportdurchschule in der Schuhe ein Sport- oder Test GmbH, wär da großartig gewesen!
00:21:28: Das heißt die Sportduchsel bieten Dienstleistungen an für den Markt.
00:21:31: Wolken sie euch?
00:21:32: Okay.
00:21:33: Zweitens hab' ich... zweites Papier was ich gemacht habe, wir machen eine Vorbildungsakademie.
00:21:37: Eine wertschädlich orientierte Akademie!
00:21:39: Gibt's heute ganz viele, wollten Sie nicht hier?
00:21:41: Wolken will ich.
00:21:42: Du bist schon okay und da ist so...
00:21:44: Mach man selber
00:21:45: ne?!
00:21:46: Da mach ich das eh noch!
00:21:47: Ja, so ist der Weg gewesen.
00:21:51: Gibt's was wo du sagst?
00:21:52: In der Zeit in meiner Wissenschaft ist ja sowieso ein lebendiges Geschäft verändert sich ja viel gibt es so etwas wo du sagtest Du hast gerade dieses Beispiel aus China angesprochen da nimmt man was auf dann beurteilt man etwas ganz neu auf einmal aber auch so in der Wissenschaft wo du sagenst Da ist eine Erkenntnis die hat dich irgendwie komplett überrascht oder das dein eigenes Leben irgendwie da ein bisschen umgestellt hast irgendein gesundheitsmythos wo du denkst
00:22:18: Also für mich, und das ist glaube ich zieht sie so ein bisschen durch.
00:22:22: Für mich habe ich auch gesagt die Lebensqualität ist sehr wichtig Und da ist das Thema Regeneration für mich eine der bedeutsamsten Größen.
00:22:29: Das was ich erkannt habe Ist dass wir können noch so viel Trainingspläne machen Wir können noch zu viel über Training wissen Wenn wir das Thema Pause-Regeneration nicht mit bedenken.
00:22:38: das hat mich wirklich sind zur Schlüsselmoment.
00:22:40: Da ist alles umsonst.
00:22:42: Ja das habe ich in meiner eigenes sportlichen Karriere auch selber erfahren.
00:22:47: Ich habe ja im warmen Dorfjahrzeit mal in der Woche trainiert.
00:22:50: Das hat nie den großen Erfolg gebracht, bis ich endlich verstanden habe, okay Qualität ist wichtig als Quantität und das habe ich irgendwann auch das Leben übertragen oder eben mit vielen Menschen auch nicht auseinandergesetzt.
00:23:02: Und deswegen ist mein Motto immer heute noch wir haben kein Belastungsproblem in unserer Gesellschaft.
00:23:06: Wir haben ein Regenerationsproblem und dieses ist etwas was ich gelernt habe Und das ist ein prägendes Moment, für mich immer gewesen.
00:23:14: Wenn ich viele Menschen dort hatte die wollen wir saßen Ich kann nicht mehr aber ich würde gerne weiter machen und habe sie dann zur Ruhe gebracht wie erfolgreich Sie dann wieder wurden wie gesünder sich dann wurden indem sie die Zeit für sich eben ja genommen haben.
00:23:27: Das ist für mich die Regeneration der Schlüssel für das was wir Gesundheit heute nennen.
00:23:33: Wir haben sehr viel Hörerinnenhörer.
00:23:36: wir sind auch in dem Themengebiet unterschiedlicher Settings wenn man mal wiederhörer.
00:23:42: Das ist ja nicht nur ein Thema, was man für sich selber verinnerlichen sollte müsste eigentlich dieses Balance zwischen Anspannung und dann auch wieder Regeneration.
00:23:52: Du kannst nur Leistungen erbringen, wenn du zwischendurch eben die Akkus auch wieder auflädst.
00:23:57: Für einen Leistungssportler wie dich – ich weiß ja auch mal also es ist das für selbstverständlich und für jeden der irgendwie Sport studiert hat egal in welchem Setting ihr später arbeitet wo es um Leistung geht sehr intensiv ja diskutiert auch im betrieblichen Setting jetzt.
00:24:11: Wir sind alle nur noch faule Menschen, wir sind überhaupt nicht mehr leistungsbereit
00:24:16: etc.,
00:24:19: ist das glaube ich ein ganz entscheidender Punkt, dass man einfach nicht immer nur voll auf dem Gaspedal steht und nicht nur Führungskräfte jeder Mitarbeiter jede beschäftigte Person sondern dass man ihnen auch mal diese Zeit und Raum gibt auch mal wieder runterzufahren Akkus wieder aufzuladen oder?
00:24:33: Aber das muss dann können!
00:24:35: Ich mache es gerade nicht wegen gerade den Einigen großen Konzernen auch unterwegs sagt den Namen nicht.
00:24:40: Und wenn ich dann eine fünfzehn Minuten mal Pause mache mit diesen Vorständen, die wissen nicht was sie tun müssen in fünfzehnten Minuten.
00:24:48: Sofort zu Sekretariat anrufen, bei Ebenshandy gucken, bei Gemüse beantworten... Nee das ist doof!
00:24:55: Die Pause wird gar nicht als Ressource verstanden sondern wird als blödes Übel verstanden wie jetzt.
00:25:08: Das ist der dabei.
00:25:10: Leben ist ja alle, wenn du so am Strand sitzt und siehst am Abend die rote Sonne wieder untergehen.
00:25:16: das ist ja das was ein bisschen Muße ist.
00:25:19: und deswegen ist glaube ich dieses Verständnis der Menschen ein falsches und das versuche zu vermitteln.
00:25:24: Das sind so für mich immer Schlüsselmomente auch gewesen, wenn ich Themen entdeckt habe die ich mir selber gesucht, die ich ja mit mir selber suche und sie sind immer alternativ.
00:25:32: Sie sind immer wenig Mainstreaming.
00:25:35: Und deswegen das was ich vielleicht als Botschaft auch an alle die sagen wir machen hat ja froh bis er das gemacht.
00:25:41: Es erstens ist dass man schnell sein muss schneller als andere dem Wut zu haben auch etwas abzuschließen ob gleiches nur achtzig Prozent fertig ist und vor allen Dingen Dinge auch zu tun, jetzt auch wissenschaftlich für die Karriere.
00:25:57: Und man sagen kann okay es ist so dass ich einfach ja neben der Hauptstraße laufe auch mal abgebogen bin wo niemand anders abbiegen würde.
00:26:07: Ich glaube das sind ganz wichtige Momente dafür dass das sieben jungen Menschen inzwischen auch lernen müssen auch abzubiegen wo man normalerweise nie abbiegeln würde
00:26:16: Dass man das auch nicht als Fehler dann sieht beziehungsweise als einer der
00:26:20: nicht sogar wirklich ist.
00:26:23: Machen sie vieler, genau.
00:26:26: Also alles gut.
00:26:27: Aber vielleicht einmal der letzte Schlogen.
00:26:29: was hat mich auch geprägt?
00:26:30: Ich habe einen Koch Helmut Gotter heißt er und wir sind ein guter Freunden von mir geworden.
00:26:34: mit dem tue ich sehr viel unter mir sehr viel unterwegs kocht ich fried heißt unsere schon oder Helmut hat hat eine Leitlinie gehabt, einfach gote ist das.
00:26:45: Und einfach gote ist Rezepte so einfach wie möglich darzustellen und wir haben oft darüber gesprochen wenn man hier unterwegs war dass Einfachheit jetzt bin ich wieder bei der Kommunikation, dass Einfachheit an sich der Schlüsselzug Erfolg ist.
00:26:59: Einfache Botschaften sind die einzige Botschaft die Menschen erreichen Und das habe ich meinen Kollegen immer vorbeworfen.
00:27:06: Danach ihr seid viel zu kompliziert, um Verständnis zu generieren bei den Menschen und das ist, hab' ich genau umgedreht.
00:27:12: Mein Redakteur im Morgengagazin sagt immer Ingo du musst immer die Grafik mitbringen!
00:27:16: Immer, das mal ja immer... ...und die muss so einfach sein dass er der Kasumpke aus wirklichem Hausen sie versteht.
00:27:21: Ja.
00:27:24: Und da steckt alles drin?
00:27:25: Ja es war.
00:27:26: Es ist wirklich wahr.
00:27:29: Das nimmt man dir mit Haut und Haaren auch ab total schön, also du bist auch so unglaublich authentisch.
00:27:36: Und ich habe so viele Ankunftspunkte jetzt irgendwie auf dein neues Buch zu sprechen, was ich unbedingt machen möchte und vielleicht den einen Aufhänger dem wir gerade hatten nämlich es ist ja immer etwas wo man wenn's um Gesundheit geht und Prävention auch geht natürlich die Selbstvorsorge im Vordergrund stehen muss.
00:27:58: Was kann man machen?
00:27:59: Wie kann man sich verhalten
00:28:00: etc.?
00:28:02: Es gibt ja sehr viele Lebensbedingungen oder auch Arbeitsbedingung, indem man in einem System irgendwo ist.
00:28:09: Was dann entweder gesundheitsförderlich ist oder auch schädlich ist und wir sehen aus unserer Sicht zumindest sehr viele Arbeits- und Lebenswelten die nicht unbedingt gesundheits förderlich sind.
00:28:18: sag ich mal so Und ich sehe das ehrlich gesagt auch als deine Mission dieses auch verständlich zu machen dass wir einerseits um uns selbst kümmern müssen, aber dass wir andererseits auch allen Playern im Markt verständlich machen müssen.
00:28:33: Dass sie eine unglaubliche Mitverantwortung tragen... ...um auch uns als Gesellschaft mal wieder auf eine ganz andere Ebene zu bringen, aber natürlich im Kern dann der Gesundheit und ich finde dein aktuelles Buch bringt das voll auf den Punkt.
00:28:48: Das sind so aktuelle Fakten drin, aber es ist auch sehr viel deine Meinung auch drin und es ist also mehr als eine aktuelle Diagnose die es ja eigentlich ist.
00:28:58: Und du sagst, dass unser System ja historisch auf Krankheit gebaut ist.
00:29:03: Sprich das Prinzip von Bismarck an
00:29:05: etc.,
00:29:06: und das ist eigentlich immer nur darum ging die Arbeitsfähigkeit irgendwie wieder herzustellen.
00:29:10: Du hast vorhin in China angesprochen.
00:29:12: Das ist eine ganz andere Denke auch, die man da hat.
00:29:15: Da wäre jetzt meine erste Frage so in diese Richtung um ein bisschen mehr über dieses Buch zu sprechen.
00:29:21: Deutschland ist krank.
00:29:23: für alle, die es noch nicht gehört haben Wenn Deutschland ein Patient wäre, wo eigentlich was von ausgehen könnte.
00:29:32: Dass er direkt vor uns sitzt?
00:29:34: Wie stünde es da eigentlich um die Überlebenschancen ohne eine sofortige Not-Operation an Systemen?
00:29:41: Also der liegt auf jeden Fall schon auf der Intensivstation!
00:29:45: Der Point of No Return ist schon fast erreicht.
00:29:48: Ja das kann man ganz klar sagen... Das heißt, also eine pflegebedürftigkeitsreiche nicht mehr aus ist schon in einer Intensivstation.
00:29:54: Dazu gibt es einige Player die natürlich versuchen das zu tun und so lange wie möglich hinauszuzögern, Lebendigkeit noch zu erhalten.
00:30:02: dieses Systems aber der Sake schon gekauft, der Chor ist schon bestellt... Insofern ja!
00:30:11: Es gibt nichts mehr.
00:30:11: wir müssen es ändern.
00:30:14: Was ist aus deiner Sicht das was man ändern muss?
00:30:17: Also erstmal muss der Lobbyismus weg.
00:30:19: Ja, der Lobbyismus blieht einem viel zu großen Einfluss auf das System.
00:30:23: Das muss klar reglementiert werden.
00:30:25: Zweitens brauchen wir eben einen anderen Blick auf das Thema Gesundheit.
00:30:30: Gesundheit ist das nicht was für im Mittelpunkt haben sondern wir haben Krankheit im Mittepunkt und Krankheit heisst ja dass wir aus diesem System aktuell nur positives erfahren.
00:30:40: ob gleich auch das nicht hundertprozentig positiv ist wenn wir krank geworden sind.
00:30:44: die Effizienz ist nicht gut.
00:30:45: Schau da mal Wir haben die höchste Quote an chronisch kranken in Deutschland, die ganz Europa.
00:30:52: Wir haben die schlechteste Lebensqualität fast in ganz Europa!
00:31:00: Wir sind ganz weit hinten bei der Herzinfarkt-Notfallbehandlung.
00:31:03: Das heißt also, bei uns muss man sich mal vorstellen, stirbt man viel früher nach einem Herzinfart als in anderen Ländern?
00:31:09: Und und und!
00:31:10: Also insofern unser System ist ineffizient, es verbraucht viel zu viele Ressourcen und vor allem das noch mit einem schlechteren Ergebnis.
00:31:17: Denn wir sterben vier Jahre früher als die Spanier – und das ist doch blöd!
00:31:21: Ja, und wir geben ja unglaublich viel Geld aus für Reparaturmedizin.
00:31:26: im Vergleich... Du hast es ja
00:31:28: auch geschrieben…
00:31:29: Das Verhältnis.
00:31:31: Lächerliche acht Euro für Prävention, tausende von Euros für die Reparaturmedizin ... Du nennst diese Kürzung im Buch fast schon ein Verbrechen!
00:31:40: Ich liebe eher solche Aussagen von dir.
00:31:44: Also du hast es gerade angesprochen, es ist Lobbyismus.
00:31:47: aber wen würdest du konkret nennen?
00:31:50: Wer hat eigentlich das größte Interesse daran dass die Gesundheitskompetenz so schlecht abschneidet?
00:31:54: Es ist letztendlich so, dass die Pharmaindustrie natürlich riesiges Interesse daran hat.
00:31:59: Wir merken gerade auch die Diskussion natürlich um die Tabak, Alkohol und Zuckersteuer.
00:32:04: Auch da ist der Lobbyismus ja so riesengroß.
00:32:07: Und unser sogenannte Ernährungsminister, der ein Landwirtschaftsminister aus Bayern ist – was sofort denn jede?
00:32:12: Nein!
00:32:12: Das können wir nicht machen in der Presche nach vorne.
00:32:15: D.h.,
00:32:15: also die Industrie- und die Pharmaindustrie hier insbesondere zu nennen sind die größten Player.
00:32:21: Dann muss man ganz klar sagen dass die Ersteschaft hier kein gutes Bild macht.
00:32:25: Die Erstes sagten, okay wir machen keine Prävention weil wir kriegen sie nicht bezahlt.
00:32:29: Die sollten mal ihre hipokatischen Eid nochmal vielleicht den Sie alle geschworen haben sich tief auf die Wohnzübertapete schreiben dann wüssten sie dass das nicht das richtige Handel ist.
00:32:39: Sie versuchen natürlich und es auch klar vor allen Dingen Ihre Monopolstellung im System zu erhalten.
00:32:45: Aber Gesundheit ist etwas völlig anderes als Krankheit zu behandeln.
00:32:48: Gesundheit beginnt nicht in der Arztpraxis und auch das wird gerade nicht verstanden, ganz im Gegenteil ist es verhindert dass sich andere Berufsgruppen, andere auch wirklich hoch qualifizierte Berufs- gruppen zum Thema Gesundheit äußern dürfen.
00:33:01: Und diese Pflicht immer den Arzt zu fragen bei allen Fragen der Gesundheit, das ist auch eine der ganz wichtigen Größen die dringend weg müssen.
00:33:10: Verantwortung muss auf mehrere Schulter interdisziplinär verteilt werden und dazu zählt für mich die Psychologie, die Ernährungswissenschaften, die Sportwissenschaft Und auch die Stoziologie möglicherweise, weil Einsamkeit Räume miteinander schaffen.
00:33:27: Deswegen zum Beispiel auf der Latearchitektur.
00:33:29: All das ist ja Themen, die dringend für das Thema Gesundheit relevant sind genau so wie das Thema Klima.
00:33:34: und wenn wir das mal alles miteinander betrachten heißt es für mich Wir brauchen eine eigene Säule Gesundheit, nicht Krankheit.
00:33:41: Krankheit macht die Medizin dann sicherlich auch sehr viel besser wenn sie mehr Zeit hat, mehr Ressourcen dafür bekommt und vor allen Dingen andere Berufsgruppen dann ihre Aufgabe auch exzellent ausüben können zur gesunden Erhaltung zu Förderung der Gesundheit.
00:33:56: Und deswegen brauchen wir ein System wechseln und mindestens eine deutliche Verschiebung von der Ressource in den Präventionsbereich damit diese aufgebaut werden kann.
00:34:05: Du schreibst in deinem Buch Wenn es ihm die Ärzte schafft, die Äzze ebenso nicht schaffen so in dem System.
00:34:12: Was sie ja versuchen aufrecht zu erhalten aus Gründen wie du auch gerade gesagt hast und es aber andere Player gibt und auch valide anerkannte evaluierte Themen hier auch gibt dass ist dann einerseits sicherlich eine bessere Vernetzung gebraucht dieser verschiedenen Akteure.
00:34:30: Und gleichzeitig sprichst du dann eben auch von der elektronischen Patientenakte, wo wir ja als Deutsche den Datenschutz so interpretieren wie es kaum ein anderes Land tut und da einen Riesenbocker haben, dem wir noch umstoßen müssen.
00:34:46: Schau mal eine gute Entwicklung!
00:34:48: Wir brauchen ein Controlling in diesem System und Controlling heißt Daten.
00:34:53: Das liegt in der Tat nicht an uns Menschen außer wir werden falsch informiert.
00:34:58: Wir geben unsere Daten über Tracker, über Apps in die ganze Welt hinein.
00:35:02: Und dann denken wir bei dem Thema Gesundheit, unsere eigene Gesundheit.
00:35:06: Ich bin noch nie gefragt worden ob ich das nicht möchte?
00:35:09: Ich will es natürlich, will ich das!
00:35:11: Aber es wird so getan als wenn ich sie möchte.
00:35:13: doch der Datenschutz hat mich noch nie danach gefragt.
00:35:16: Das heißt also, ich würde ganz anders umgehen weil ich genau weiß dass Date die Grundlage sind für die Weiterentwicklung eines Systems, für die Auswertung, für das Controlling, für Veränderungen... Da sieht man schon ja auch hier Gehen wir nicht mutig voran, sondern ganz im Gegenteil sogar bremsen und stehen immer noch auf der alten Linie.
00:35:36: Und das geht eben genau deswegen schief.
00:35:38: Das liegt bestimmt auch daran weil wir mehr über den Datenschutz diskutieren als über die den Nutzen.
00:35:43: ich sag mal denen dann eben diese Daten jedem einzelnen bringen würden.
00:35:46: Ja, wir haben ein richtiger Satz.
00:35:48: Datennutzung ist das Entscheidende und nicht nur Datenschutz.
00:35:51: natürlich müssen wir sensibel mit solchen Daten umgehen.
00:35:54: Natürlich dürfen sie nur in die richtigen Hände.
00:35:56: aber ich habe immer schon ein Beispiel weil ich immer schon mal bringen warum gibt es eine treuhänderische Verwaltung?
00:36:03: Eine Institution die treuhenderisch unsere Daten verwaltet kann man doch einrichten Und diese macht sie dann nutzbar und diese macht sich dann auch verfügbar für all diejenigen, die damit forschen wollen.
00:36:13: Die da wissen weiterentwickeln wollen und vor allen Dingen bekommen wir vielleicht nochmal neue Produkte.
00:36:18: Schau doch mal die ganzen Diskussionen, die wir gerade haben mit den Digas.
00:36:21: Digitale sind der digitale Gesundheitsanwendung.
00:36:24: Die Angesichts des Ärztemanns, die angesichts der Weiterentwicklung von Know-how dringend notwendig wären weil Sie erreichen die Menschen dort wo Sie wohnen!
00:36:33: Und die Digas werden komplett weggewischt weil sie eben keine Effizienz nachgesprochen wird.
00:36:38: Aber auf der anderen Seite haben wir für nur zwanzig Millionen Rücken-Patienten seit dreißig Jahren jedes Jahr die gleiche Menge und wir investieren Unmenge Kohle da rein, es verändert sich nichts, es verbessert sich nicht ganz im Gegenteil sogar!
00:36:50: Wir machen immer mehr an falschen Interventionen und die Menge der Rückenkranken bleibt immer gleich.
00:36:56: Man muss sich ja nur umgucken mit den anderen europäischen Ländern funktioniert's ja auch wunderbar, istland, skandinavische Länder, die Niederlanden ja auch...
00:37:05: Diese Überversorgung, die wir in bestimmten Teilbereichen haben.
00:37:07: Wir haben uns menschen aber auch die uns deutschen Menschen aber auch dahin erzogen.
00:37:11: das heißt wir sind ja dahin gekommen dass man mitgeteilt hat.
00:37:15: Du musst nur zu uns kommen, bei uns wird dir in allen Lebenslagen geholfen und genau das ist nicht der Fall!
00:37:20: Und gehst du nie zum Kopf nicht?
00:37:22: Nehmen wir mal das Thema Schweden.
00:37:23: die leben länger, leben gesünder, die gehen aber nur dreimal im Jahr zum Arzt und deswegen sieht man schon wird aber zehnmal im Schnitt dass die Arztfrequenz und die Häufigkeit der Besuche kein Indikator für bessere Gesundheit ist.
00:37:36: ganz im Gegenteil sogar.
00:37:37: sie ist ein Indikatur, ein Spiegelbild dessen weil wir so oft zum Arz gehen sind wir eben kranke als andere Nationen.
00:37:43: Also heißt das, wir müssen doch nicht dafür sorgen.
00:37:46: Dass wir die kranken Menschen weiter mit Krankheit versorgen und nicht ihre... Nicht lösen!
00:37:51: Diese Aufgabe, die wir an sich hätten gar nicht erst bis zum Arzt kommen zu müssen.
00:37:56: Und das ist die Aufgabe, für die Zukunft haben.
00:37:59: Weil die Menschen einen Grundverständnis haben, irgendjemand macht mich schon wieder gesund?
00:38:03: Ja.
00:38:03: Und dass ich gar nicht so eine eigene Antrieb vielleicht eine eigen Motivation habe, mich gesundzuerhalten und vielleicht weil auch Bedingungen sind, die würdest du sagen in Deutschland schon etwas toxisch sind oder in manchen Bereichen zumindest nicht so förderlich sind?
00:38:18: Ja, also ich glaube dass wir in vielen Bereichen toxische Lebenswelten auch haben.
00:38:25: Das ist bei vielen Diskussionen die wir zum Beispiel zum Thema gesundheit haben das ist bei viele Diskussion die wird zb von der Politik mit uns Menschen.
00:38:33: Die Vertrauen ist ja weg.
00:38:36: Corona hat dazu beigetragen, dass ganz viel in toxische Beziehungen auch daraus entstanden sind.
00:38:41: Politik die entscheidet über unsere Köpfe hinweg.
00:38:43: Wir sind ja gar nicht gefragt worden und die nachhinein erkennen wir das alles falsch war was da gemacht worden ist.
00:38:50: Und das ist bisher noch keiner zugegeben seitens der Politik.
00:38:54: Ganz schlimm.
00:38:55: Ja, ganz schlimm haben nur nichts zugegen.
00:38:56: mehr haben wir viel falsch gemacht und uns wie in der Umgang mit Krisen Der Umgang mit Lösungen, was sehr auf unseren Schultern ausgelastet wird.
00:39:06: Und leider spielen die Medien da auch keine tolle Rolle.
00:39:09: Sondern sie machen diese toxische Beziehung zwischen Politik und Gesellschaft meistens noch schüren hier noch das Feuerchen.
00:39:17: Das ist echt blöd!
00:39:18: Wenn wir nochmal ein bisschen rauszoomen und vielleicht auch zu deinem aktuellen Herzensthema gleich kommen, können wir uns schon denken, was es ist?
00:39:28: Die aktuelle Gesundheitsreform die also jetzt aktuell verabschiedet wird, die scheint ja für Frau Warken ein echter Erfolg zu sein oder zu werden.
00:39:37: Man kann sagen okay vor Monaten hat noch niemand damit gerechnet dass es überhaupt eine Reform geben könnte oder eine Einigung geben könnte sag ich mal so ob's ne Reform ist Fragezeichen.
00:39:49: Jetzt wird sie ja sozusagen als die größte Sozialstaatsreform der letzten Jahrzehnte gefeiert.
00:39:54: das kann man nachlesen und dabei betonen eben die Akteure mehr als Waken
00:39:57: etc.,
00:40:00: ihren Beitrag leisten müssen.
00:40:02: So, wenn man jetzt mal genauer hinschaut dann stimmt das so leider nicht denn die Finanzkommission hat ja vor einigen Wochen sechsundsechzig konkrete Empfehlungen erarbeitet um über zweiundvierzig Milliarden Euro einzusparen.
00:40:15: davon sollte der Bund allein zwölf Milliarden übernehmen also etwa für die Versicherung von Bürgergeldempfängern und so weiter Und das ist schon eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die da auch deutlich wurde.
00:40:25: Jetzt ist es so dass der Staat für den Finanzminister sogar den Bundeszuschuss auch noch kürzt.
00:40:44: Wie kann man das eigentlich bewerten?
00:40:47: Dass der Staat sich hier so offensichtlich eigentlich seiner Verantwortung entzieht und die lasst ja jetzt mehr oder weniger komplett bei den Beitragszahlern, vielleicht auch Ärzten, Kliniken und so weiter.
00:41:01: Und gleichzeitig wird aber von Solidarität gesprochen.
00:41:03: also wie funktioniert das?
00:41:06: Du hast der Finger genau in die Wunde gelegt.
00:41:08: ja ich habe es gerade so den Eindruck als wenn die Gesundheitsreform, Staatsreform ist, dass da offensichtlich viele andere Lücke mitgeschlossen werden sollen.
00:41:18: Und das natürlich skandalös!
00:41:20: Das bedeutet also, dass unser Gesundheitssystem jetzt offensächlich die noch mehr ausgelutscht wird und andere Löcher damit geschlossen werden – das finde ich wirklich nochmal das Wort zu nehmen verbrecherisch von unserer Finanzministerin, den ich sowieso für absolut ungeeignet halte, da vernünftige Lösungen herbeizuführen.
00:41:37: Aber das nur ist meine persönliche subjektive Meinung.
00:41:41: Aber vom Grundsatz her ja, so stabilisiert man kein System.
00:41:46: So reformiert man keinen System und vor allen Dingen stellt man das nicht für die Zukunft auf!
00:41:52: Sondern man ist auch hier wieder, zum Beispiel nehmen wir mal das große Thema Pharma eingeknickt.
00:41:58: Weil die Pharma Lobby natürlich es geschafft hat dass sie deutlich weniger Beiträge leistet für unsere Reformen und in der Tat sind wir wieder die blöden Bürger- und Bürgerinnen.
00:42:09: uns nimmt man die Familienversicherung weg.
00:42:11: Wir müssten über andere Dinge, acht Milliarden über Zuzahl und Medikamenten in Apotheken usw.
00:42:18: hinzuzahlen.
00:42:18: Wir bekommen weniger Leistungen, die wirklich auch vielleicht... Man sagt das immer mit dem großen Deckmantel der Evidenz aber das ist natürlich auch quatsch!
00:42:27: Wir haben viele anderen Maßnahmen, die nicht evidence sind, die machen wir trotzdem und und und.
00:42:32: Das bedeutet es wird alles auf unserm Rücken ausgetragen und das ist komplett asozial was da gerade stattfindet und gesellschaftlich von einer großen Präsent.
00:42:41: Ich freue mich letztendlich hier mal aufstehen würden als Menschen, also Bürgerinnen und Bürgern.
00:42:46: Und das wird kommen!
00:42:47: Und ich hoffe auch es wird kommen, dass wir aufstehenden – das ist wirklich echt schon skandalös!
00:42:56: wäre es nicht jetzt eine riesen Gelegenheit gewesen, einmal zu sagen wir sind hier wirklich an einem Scheideweg.
00:43:02: Wir sind ja an einen Punkt angekommen und müssen hier eine große Reform machen.
00:43:06: Wir müssen jetzt auch mal alle mit einbeziehen.
00:43:08: Wir hatten sechsundsechzig konkrete Empfehlungen.
00:43:11: die haben jedem Weh getan und man hätte einfach mal gesagt wir tun jetzt auch jedem einmal weh und nehmen da auch keinen raus unterbrauen uns ein Puffer auf was wir wahrscheinlich nicht lange als Puffa haben werden weil wir es benötigen werden.
00:43:23: Wir machen jetzt aber im Umkehrschluss wieder genau die gleichen Fehler und stopfen hier so ein paar Löcher.
00:43:28: Und da brauchen wir jetzt noch nicht darüber reden, dass natürlich bei Prävention auch gekürzt wird also das natürlich auch keine Chance ist da wie du schon sagst langfristig überhaupt etwas aufzubauen das umkehren zu lassen.
00:43:40: Ja, also wenn wir von Todesstoß sprechen dann ist es dieser gewesen der jetzt auf dem Tisch liegt.
00:43:46: Das ist ja eigentliche Todesstoss nicht die Demografie.
00:43:49: Der eigentliche Toteststoß der unseres Gesundheitswesens ist gerade liegt gerade auf dem Tisch und das wissen auch alle und selbst die Krankenkassenchefs gebären hierauf was ich großartig finde dass sie endlich mal auch lauter werden Und insofern ja wir müssten noch mehr Menschen haben die lauterwerden.
00:44:07: aber alle haben sich aktuell.
00:44:08: gerade das System hat sich so so schön eingerichtet und rechtliche Grundlagen geschaffen, dass sie aus ihrem Sofa immer noch schön dirigieren können.
00:44:16: Aber auf unsere Krast!
00:44:18: Wo du es ansprichst auch Krankenkassenchefs?
00:44:21: Du machst ja jetzt ein... Ja ich würde mal sagen bringst da richtig Bewegung gerade rein.
00:44:27: Ich versuch's
00:44:28: wenigstens.
00:44:29: Und also das versuchst du mit allem was es nur geht.
00:44:32: Also du verschärfst ja quasi deine Anstrengungen jetzt nochmal
00:44:36: Bis
00:44:36: zum, bis zum dominantlichen muss man fast sagen.
00:44:40: Also das ist ja für dich auch eine politische Mission eigentlich geworden.
00:44:44: also mindestens Prävention.
00:44:46: ins Grundgesetz ist ja das Thema jetzt gerade ganz aktuell und du willst die Politik damit auch wirklich zwingen dass sie Strukturen schafft.
00:44:56: magst du darüber noch etwas erzählen wenn es denn tatsächlich jemand vielleicht noch nicht mitbekommen sollte?
00:45:00: Und auch vielleicht zum zehn Punkteplan der da Der auch immer das Spannende dabei.
00:45:05: Du öffnest ja nicht nur, du steckst da nicht nur den Finger in die Bunden sondern biet es ja auch Lösungen und Ideen immer.
00:45:11: Also das Entscheidende ist... Ich hab's ja gesagt, ich habe seit mehr als dreißig Jahren diese Lehrstuhl für Prävention und ich habe so viele Ergebnisse mittlerweile in der Forschung mein Kollegen Weltweit entwickeln können vorgelegt dass es gar keine Diskussion dazu geben muss, dass Präventions der einzige Schlüssel ist.
00:45:27: Und trotzdem wird nicht gehandelt.
00:45:30: Und wenn man das System sich betrachtet, wird das System als Tanker sich eben nicht bewegen in diese Richtung.
00:45:36: Sondern es alles verhindern, dass wir auf einen anderen Weg, auf eine andere Route kommen würden.
00:45:40: und das hat mich dazu gebracht anders zu denken.
00:45:43: und anders zu Denken heißt eben, dass ich die Politik und das geht nur über das Grundgesetz zwingen kann, anders zu handeln.
00:45:50: Und deswegen fordere ich wie übrigens bei siebzig bis achtzig Prozent aller anderen Grundgesetze dieser Welt.
00:45:57: Ja, erfordere ich auch hier in Deutschland ein Grundrecht auf Gesundheit das der Staat sich darum kümmern soll dass die Lebenswelten in denen wir aufwachsen, arbeiten und sterben.
00:46:08: So sind das Gesundheit ist was dahinter stecken dass das die Leitlinie ist für sämtliche politische Entscheidungen.
00:46:16: ich weiß jetzt bin immer wieder so ein kleinem kleinen Disaster was ich auch habe und immer wieder vermerke Volk, unser Volk so ein wenig geläutert ist eben dadurch und vorsichtig geworden.
00:46:27: Das sage ich besser so durch Corona wo man dann vermutet wenn das jetzt noch ein Grundrecht auf Gesundheit ist dann kann der Staat mehr diese Diskussion erlebe ich sehr intensiv noch mehr uns gängeln.
00:46:39: nein Das Grundgesetz ist ein Grundrecht für uns, ist ein Schutzrecht für us.
00:46:44: Ein Abwehrrecht!
00:46:46: Durch eine Veränderung des Grundgesetzes bekommen wir als Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit einzuklagen, dass Gesundheit zum Beispiel in der Kita stattfinden kann, das wir in der Schule Gesundheitskompetenz bekommen, dass Arbeitsplätze so gestaltet werden, dass mentale Gesundheit immer hinten rausfällt, dass wir Pläne haben wie wir Pflegebedürftigkeit vermeiden nämlich durch frühzeitige Präventionen dass die Menschen länger selbstständig wohnen können und vor allen Dingen das Steuermittel so eingesetzt werden können, dass zum Beispiel wir auf der deutschen Kohlrabi eben keine Mehrwertsteuer mehr haben sondern nur noch auf der Schiebstüte von der großen Firma Kracht.
00:47:26: Und so kann man es realisieren, steuern und regeln.
00:47:28: Dafür brauchen wir einen Korridor in der der Politik quasi sich nur nach rechts und links ein wenig bewegen kann.
00:47:35: aber immer fällt das Thema Gesundheit heraus.
00:47:38: Deswegen fordere ich gemeinsam mit Andrea Galle mutige Vorstandschefin der MKK Kasse eben.
00:47:45: Wir waren die Initiatoren.
00:47:46: Wir haben ja viele, viele Promis, die uns dabei unterstützen.
00:47:49: Ich habe gestern noch mit Henning Baum gesprochen Wer aus der Großartig unterstützt und eckert Hirschhausen.
00:47:56: Und Odok Essa, und Fissja Drach!
00:47:58: Und wer da alles dabei ist ... Die wollen's natürlich auch weil alle vernünftigen Menschen verstehen es geht so nicht wir brauchen ein Grundrecht aufgesucht wie alle anderen Staaten auch.
00:48:11: Man kann nur sagen danke.
00:48:12: dafür möchte ich auch persönlich sagen Danke dafür.
00:48:14: unterschrieben haben wir alle in der Familie und hoffentlich wird das genau dazu führen wie du sagst ja dass es wirklich einen Umdenken ermöglicht.
00:48:23: Und ich finde, in deinem Buch du rundest das Ganze ja so schön ab, finde ich am Ende indem Du Appelle an alle eigentlich richtest wo Du selbst, ich sag mal den Bierbrauer ansprichst oder den Raststättenbetreiber ansprächst und wo man ja nicht immer so als direkt als erstes dran denkt im Hotelier etc... Ansonsten spricht man so über die Kita und die Schule, um das Unternehmen.
00:48:50: Aber wir alle können irgendwie was dazu beitragen, dass wir irgendwie gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schaffen für alle, die dann darin sich bewegen.
00:48:59: Das ist für mich ein ganz spannender Punkt wenn du dir eine Gruppe aussuchen dürftest, wo du sagst, wenn die morgen ihr Verhalten ändern würden, wär es die Farmer oder wer wäre das?
00:49:11: Ich glaube ... die Lehrer und Lehrerinnen dazu bringen sollten, gemeinsam mit dem Bundesbildungsministerium das Thema Gesundheitskompetenz als oberste Leichtlinie hinzunehmen.
00:49:23: Das bedeutet also dass wir aus der Lehrerschaft, aus der Bildungsszenerie das Thema Gesundheit einfordern sollten und das wäre glaube ich der erste wichtigste Schritt, Gesundheitskompaten zu entwickeln.
00:49:35: und das geht eben nur über unser Bildungssystem.
00:49:37: und hier sehe ich den größten Schlüssel.
00:49:39: Da muss sich noch eine persönliche Anekdote loswerden Ich habe vor etwas über zwanzig Jahren meine Examsarbeit damals, bin auch Lehrer geworden, über Gesundheit und Ernährung in der Ganztagsgrundschule geschrieben.
00:49:54: Das war damals ein Thema ... Da haben sich meine Professoren die Haare gerauft und gesagt, womit kommst du jetzt hier um die Ecke?
00:50:00: Das war dann noch im erziehungswissenschaftlichen Thema.
00:50:03: Und keiner konnte so richtig was mit anfangen – es gab keine Literatur!
00:50:06: bewegte schule gab es damals und so weiter.
00:50:08: wenn ich heute denke zwanzig jahre später meine frau ist in der grundschule seit über zwanzigeren tätig.
00:50:14: Es hat sich kaum was verändert, ja?
00:50:17: Und die breitschaft aber auch von lehrerinnen und lehren die isst da nur.
00:50:22: es ist einfach überhaupt gar nicht die große möglichkeit.
00:50:24: wir haben anderthalb zwei stunden sport und die fallen natürlich an miesten aus.
00:50:29: Alle wünschen sich eigentlich mehr da auch zu machen.
00:50:31: Man nimmt dann private mit, nein die werden dann privat auch finanziert.
00:50:35: das bezahlt dann nicht die Schule oder der Schulamt damit man auch mal was zur gesunde Ernährung macht, zur gesunden Lebensverhältnisse
00:50:43: etc.,
00:50:44: mentalen Themen ist es manchmal so dass ich der Tappe mich da auch manchmal mit dabei bei der Tappst du dich da auch vielleicht manchmal?
00:50:53: Es ist eine persönliche Frage auch wozu?
00:50:55: vielleicht sogar schonmal auch in manchen Situationen auch als naiv beschrieben, sodass du denkst, kannst du das denn überhaupt sagen?
00:51:03: und glaubst du es wirklich?
00:51:05: Du also weißt du ... Und ich freue mich darauf dass ich naiv bin.
00:51:08: Weil ich glaube da evität ein tolles Ideal oder eine die Fähigkeit an Ideale zu glauben.
00:51:16: Die dies vielleicht nicht gibt aber die sollte man anstreben.
00:51:19: Natürlich werden wir irgendwann mal in Stocken geraten.
00:51:22: Aber ich möchte möglichst nahe an das ideal meiner Lebenswelt, die ich so mir vorstelle bei das Paradieses in Anführungsstrichen.
00:51:29: Da möchte ich möglichst sagen und deswegen finde ich naivität eben eher eine positive Belegung meiner Gedanken welt und dass es nicht selten passiert auch jetzt wieder mit der Petition ach ne was du denkst das glaubste doch nicht wirklich.
00:51:44: und so ja ja doch nur glaube versetzt berge und sei es da evität die mich zu diesem glauben gebracht haben.
00:51:51: ich lass dich nach.
00:51:52: Das finde ich ganz großartig.
00:51:55: Also vielleicht noch eine letzte Anmerkung, wobei das eigentlich ein ganz toller Schlusssatz war.
00:52:02: Hast du schon mal gefragt, vielleicht selber als Minister aufzutreten?
00:52:05: Ja!
00:52:06: Machst
00:52:07: es?
00:52:07: Nein, ich war.
00:52:10: Weil ich dadurch meine Naivität verlieren würde, glaube ich.
00:52:14: Und meine Ideale so reduziert würden durch das was rechts und links auf mich zukommen würde... würde meine Gedankenwelt-Zustark einschränken.
00:52:24: Und ich möchte niemals eine Entscheidung unter Fraktionszwang hell, sondern immer nur mit meiner persönlichen Entscheidung und dann wäre ich ganz still glaube ich wieder
00:52:33: draußen.".
00:52:34: Dann also noch extra nochmal daran angefragt was müsste denn jetzt eigentlich passieren damit du irgendwann dich mal entspannt zurücklehntst?
00:52:42: Ach nein!
00:52:43: Ich bin ja entspannt das muss ich wirklich sagen.
00:52:45: Ich lebe ja schon ein Leben was sehr Präventionsorientiert, gesundheitsorientiert ist.
00:52:51: Und ich brauche Stress in Anführungsstrichen im positiven Sinne.
00:52:55: und das was ich gerade tue ist positiver Stress weil ich nämlich merke Wolfgang dass ja viele tolle Menschen das genauso sehen wie ich Und sie brauchen manchmal einen, der sie anführt.
00:53:07: Wobei ich mich nicht als Anführer verstehe, sondern nur als Sprachrohr!
00:53:09: Als Flüster-Tüte, ja in weitesten Sinne und das werde ich auch weiter machen.
00:53:14: Ich werde weiter Flüstertüte dieses Thema bleiben und das ist für mich dann auch wirklich eine Beruhigung weil ich immer weiß du hast es auch versucht oder es wäre für mich wirklich ganz schlecht wenn ich weiß Du hast dich versucht.
00:53:27: Das kann ein Sportler einfach nicht.
00:53:29: Du bist jedenfalls eine sehr große Inspiration und ich glaube, da spreche ich nicht nur für mich sondern für sehr viele.
00:53:36: Lieber Ingo ganz herzlichen Dank für das wirklich tolle Gespräch!
00:53:41: Du hast heute vielen noch mal gezeigt dass wir... so, wie wir im Reparaturbetrieb sind unterwegs sind.
00:53:48: Dass wohl nicht lange funktionieren wird, dass wir aber selber auch alle einen Beitrag leisten können.
00:53:53: Ja.
00:53:53: Deine Appelle!
00:53:54: Das ist nicht nur ... ich sag mal so ein Wort zum Sonntag sein darf, sondern das es wirklich bei jedem ankommen muss und dass wir da alle bei uns selbst anfangen können.
00:54:02: Das finde ich ein ganz wichtiger Punkt.
00:54:04: Vielen vielen Dank, Ingo.
00:54:06: Sehr gerne, hat mich sehr gefreut.
00:54:09: Und liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhöhrer?
00:54:11: Solltest du das neue Buch von Ingo Frohböse Deutschland ist krank, noch nicht dein eigen nennen?
00:54:16: Dann ändere das.
00:54:19: Jede Minute jede Seite lohnt sich und schau dir unbedingt die Petition zur Prävention ins Grundgesetz an und unterzeichne sie!
00:54:28: Du findest sie unter www.gesundheitinsgrundgesetz.de.
00:54:34: So, ja und nun bleibt gesund und aktiv.
00:54:37: Und wir hören uns dann nächsten Montag in neuer alter Frische wieder bis Montag!
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