#083 Warum Gesundheit in Unternehmen oft keine Priorität hat und was sich ändern muss
Shownotes
Gesundheit ist das Fundament des Unternehmenserfolges und trotzdem oft nur ein Randthema. Wieso landen Initiativen für mehr Gesundheit meistens in der „Nice-to-have“-Schublade? Und wie können wir das ändern? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum betriebliche Gesundheit trotz offensichtlicher Vorteile so selten ganz oben auf deiner To-Do-Liste oder in den Chefetagen auftaucht. Dabei teilen wir unsere eigenen Erfahrungen als Entscheider und zeigen, warum Gesundheitsförderung oft nur zur letzten Randnotiz wird.
Du erfährst, welche psychologischen Mechanismen das Thema ausbremsen und warum gut gemeinte Angebote häufig nur an den Symptomen kratzen, statt echte Ursachen anzugehen. Wir diskutieren offen, wie wir uns (oft unbewusst) zum Komplizen eines Systems machen, das lieber die Oberfläche poliert, statt echte Veränderungen zu schaffen.
Die 3 Key-Takeaways:
- Warum stoßen Gesundheitsinitiativen im Unternehmen unsichtbar an Mauern? Es gibt tief sitzende, oft unbewusste Reflexe, die verhindern, dass Gesundheit den Stellenwert bekommt, den sie verdient.
- Wie schaffen wir es, dass Gesundheit bei Entscheidern und in der Organisation wirklich Wirkung entfaltet? Aktivitäts-Kennzahlen und Wohlfühl-Angebote sind selten der Gamechanger. Wir müssen den echten Business-Nutzen sichtbar machen.
- Der Fokus auf Einzelmaßnahmen und der Gedanke an Selbstzweck führen oft in die Sackgasse. Lass uns gemeinsam neue Wege denken.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zur drieihundachtzigsten Episode unseres Podcasts endlich Montag, dem Podcast in den wir versuchen werden dir näher zu bringen was das Geheimnis gesunder und erfolgreicher Unternehmen ist.
00:00:18: Ja ich bin Wolfgang König und zunächst begrüße ich wie immer meinen Kollegen Mark Sommer.
00:00:22: Hi Marc!
00:00:23: Ja der Wolfgang.
00:00:24: heute beschäftigen wir uns mit einer Frage die auf den ersten Blick provoziert warum niemand Gesundheit kaufen will als wir den Titel festgelegt haben Wolfgang, da dachte ich ja zuerst, kann man eigentlich so nichts sagen oder?
00:00:38: Denn Gesundheit ist schließlich eines der meist diskutierten und auch emotionalsten Themen unserer Zeit denn jeder will sie.
00:00:46: Aber genau das ist das Paradoxon Wenn gesundheit ergeblich so wichtig ist Ja warum tut sich die gesamte Branche dann seit Jahrzehnten so schwer in den Chefetagen wirklich gehört zu finden?
00:00:57: also Warum versinkt das Thema trotz Rekordkrankenständen oft instruktureller Bedeutungslosigkeit?
00:01:04: Und bevor uns die Zuhörerinnen jetzt missverstehen, also überhaupt nicht das Gesundheit unwichtig ist.
00:01:10: Also ganz im Gegenteil.
00:01:11: Sie ist das Fundament von allem.
00:01:14: Die Frage ist aber für uns warum landet sie eben so selten ganz oben auf der echten Agenda von Vorständen und Geschäftshörungen?
00:01:21: Und die Antwort darauf...die ist aus unserer Sicht psychologisch und strukturell viel tiefgründiger als uns vielleicht auch allen lieb ist.
00:01:31: Wir können ja mal direkt mit meiner Beachtung aus meiner Zeit als Vorstand beginnen, also ich habe natürlich da auch unzählige Präsentationen gesehen zu Vertrieb zur Digitalisierung Risiken M&A Produktion.
00:01:45: aber wenn das Thema Gesundheit aufgerufen wurde passiert etwas Faszinierendes.
00:01:51: wir haben es nicht ignoriert weil wir böse Menschen waren oder uns das wohl der Belegschaft egal war.
00:01:56: Aber es passiert da ein unbewusster, sagen wir mal kognitive Reflex.
00:02:00: Wir haben ja schon oft darüber gesprochen also wie beide auch.
00:02:04: Man steckt sofort in eine Schublade.
00:02:07: das ist glaube ich das Problem und Es geht nicht darum dass man Gesundheit einfach nur anders nennen muss weil das Wort jetzt hässlich ist.
00:02:14: Das könnte man dann auch denken okay dann nennen was nicht mehr Gesundheit sondern irgendwie anders.
00:02:18: Sondern das Problem ist eigentlich viel tiefgründiger.
00:02:20: Also Wörter erzeugen Erwartungen.
00:02:23: Und wenn ein CEO, du ja damals auch, auf der lebt selber.
00:02:28: Wenn er dann eben die Begriffe Gesundheit hört – vielleicht auch noch Prävention?
00:02:32: Das ist ja auch unglaublich langfristig wirkender Begriff Resilienz oder Gesundheitsförderung vielleicht auch.
00:02:41: Dann sortiert das Gehirn das automatisch in eine klassische gelernte Kategorie ein und dann ist es irgendwie schon fast Schublade wieder zu.
00:02:49: Exakt, genau das.
00:02:50: Also sobald im Vorstand die Begriffe Gesundheitstag, Gesundheitswoche oder so vielen, dann hatte ich natürlich auch sofort ein bestimmtes Bild im Kopf.
00:02:57: Das waren dann so Obstkopf, Yoga-Kurse, Hultmischschule, Krankenkassenkooperationen und dieses Bild ist der Management Kontext fest verknüpft mit den Attributen Kostenstelle, Freiwilligkeit für Sorge und vor allen Dingen Langfristigkeit.
00:03:14: langfristiges Wohlfühlthema ja?
00:03:16: Das sind alles Dinge, nice to have.
00:03:18: Wenn es gut läuft und das Wetter schön ist ... Aber sobald man im kräftigen Wetter ist oder Budget-Krise hat
00:03:23: etc.,
00:03:24: dann sind das oft die ersten Tee, die gestrichen werden.
00:03:27: Und dieses Bild was sich dann eben so entwickelt, das hat absolut nichts mit den Herausforderungen zu tun, die du ja auch hattest oder auch die Organisation haben.
00:03:38: Das ist ein psychologischer Mechanismus.
00:03:41: Also das ist ein Mechanismus der eigentlich direkt zum zweiten kritischen Punkt führt nämlich, dass diese Vorentscheidung – ob etwas Relevantes oder nicht – die dann getroffen wird.
00:03:53: Die fällt ja oft in den ersten, sagen wir mal, dreißig Sekunden.
00:03:56: Das kennst du ja wahrscheinlich nur zu gut.
00:03:58: Du sitzt da und hast das?
00:04:00: Absolut!
00:04:00: Also exakt.
00:04:02: Viele Gesundheitsverantwortliche glauben ja als wenn sie nur lange genug ausholen komplexe Studien zitieren und irgendwo dem moralischen Zeigefinger heben, dann werden Sie irgendwann verstanden.
00:04:14: In Wahrheit in den Hedagen extrem früh selektiert, relevant oder nicht relevant.
00:04:22: Also die Frage für mich als Vorstand war nie ob ich mir höflich forty fünf Minuten lang Powerpoint folgen anscheut.
00:04:28: die Frage weil nach den ersten Sätzen beantwortet hat das was hier präsentiert wird eine direkten Einfluss auf unsere aktuellen Kernprobleme?
00:04:36: Oder nicht?
00:04:37: Ja und das tragische daran ist ja dass in diesen ersten dreißig Sekunden der Entscheider durch die Brille des Risikomanagements blickt.
00:04:47: Also er sucht nach Lösungen für seine Herausforderung, ob es jetzt aktuelle Lieferengpässe sind oder Umsatzeinbrüche oder auch mittelfristige Richtungsentscheidungen wie zum Beispiel demografische Entwicklung der Organisation, die einen natürlichen Blick hat und auch Qualitätsabbrüchen.
00:05:03: also wenn du damit dann Gesundheitsförderung um die Ecke kommst, dann signalisierst du sofort Also unbewusst, ich habe eigentlich keine Lösung für deine Artenprobleme.
00:05:12: Ich will nur ein bisschen Kosmetik betreiben so und damit schreibst du dir dann eigentlich dein eigenes Ticket in die Bedeutungslosigkeit oder wie man es nennen will noch bevor du auf Folie III angekommen bist?
00:05:25: Ja gut formuliert!
00:05:27: Wenn die Branche mit der klassischen Wohlfischsprache der Gesundheitsbammel einsteigt Dann ist das Urteil nach einer halben Minute gefällt.
00:05:36: Man wird dann in die HR-Spielecke sortiert, bekommt ein bisschen Budget um das Gewissen zu beruhigen.
00:05:42: Das kenne ich ja, das habe ich auch leider so gemacht und wird aber bei den harten strukturellen Entscheidungen gar nicht erst mit einem Tisch geholt.
00:05:51: Und das bringt uns... Nennen wir es mal ruhig hart, auch zu einer gewissen Mitschuld der Branche.
00:05:58: Die Branche und in dem Sinne wie auch alle da, die wir jetzt aktiv sind haben uns über Jahre in eine einer selbst geschaffenen Echo-Kammer eingerichtet.
00:06:07: Man abadet in einer super aus motivierten Fachkräften und spricht und predigt fast permanent zu den sowieso schon Bekehrten.
00:06:17: Und das ist dann das Risiko eher dass man sich mit moralischen Appellen Umgibt statt die Sprache des Business zu lernen und zu sprechen.
00:06:27: Ja, das ist super dass du es ansprichst.
00:06:29: Das ist auch komplett meine Überzeugung also das Du sprichst die Echo Kammer an.
00:06:36: Also wir haben doch schon oft drüber gesprochen, dass man sich diese quasi so selbst geschaffen hat.
00:06:39: Man spricht in seiner eigenen Bubble.
00:06:41: alle sind überzeugt von dem was sie tun und hören auch dass die anderen überzeugt sind.
00:06:49: Also, man ist unter sich so und wenn du dir eigentlich diese typischen Begänberichter auch anschaust.
00:06:56: Dann liest ja auf fast ausschließlich Aktivitätskennzahlen also der wird hochgehalten.
00:06:59: ich sag es jetzt mal ganz provokant ne?
00:07:01: Ganz stolz die Zahl der verteilten Äpfel gezählt.
00:07:05: Ich weiß das ist jetzt böse.
00:07:06: aber Aber auch die Klicks auf der Gesundheitsplattform oder die Teilnahmequoten beim Resilienzwershop Das erzählt man sich unter sich auf Kongressen Und alle finden's klasse.
00:07:17: Ja, und das ist genau der Punkt.
00:07:20: Ehrlicherweise im Management interessiert sich niemand zumindest dauerhaft für Aktivität um der Aktivitätwillen.
00:07:26: Aktivitet kostet ja erst mal nur Geld.
00:07:29: Spannend wird es dann wenn sich ein relevantes Ergebnis einstellt.
00:07:32: Wenn sich Dinge wirklich spürbar und messbar verändern.
00:07:37: Wer bei Teilnehmerlisten an BGM-Aktiven zählt, betreibt ein Stück weit Alibi-Marketing aber nicht wirklich Management.
00:07:47: noch mal, vielleicht nur ganz kurz das nochmal, weil nicht jeder ja jede Folge hört, vielleicht noch einmal kurz aufzugreifen.
00:07:54: Also es kommt ja noch ein drastisches Problem hinzu, dass wir ja schon oft auch eben genannt haben.
00:08:00: Ich nenn's mal jetzt die falsche Verhaltensprävention also.
00:08:04: Wir buchen massenhaft Resilienztrainings damit die Mitarbeitenden lernen in einem dysfunktional überlasteten System irgendwie auszuhalten.
00:08:13: Wie wir wissen ist das das Gegenteil von Management.
00:08:17: Man delegiert die Verantwortung an das Individuum, also es ist schlicht billiger und bequemer.
00:08:23: Dann kann man einen Flyer über Achtamkeit verteilen.
00:08:26: Das geht natürlich viel leichter als die klassischen und auch die wirklich tatsächlichen Krankmachenden Arbeitsbedingungen anzupacken.
00:08:34: Und jetzt kommt's!
00:08:35: Dabei ist es ja nicht einmal der Wille der Menschen, die sich jetzt um die Gesundheit der Mitarbeiter entkümmern.
00:08:39: Also sie wollen ja ernsthaft Gesundheitsvorsorge betreiben.
00:08:44: Aber ich will zu meinem Punkt kommen aber in dem wir diese Menschen alle sich damit beschäftigen, die auch intrinsisch motiviert sind oder so.
00:08:52: In dem Sie sich dieser Dynamik anschließen also damit wenigstens etwas passiert.
00:08:58: da hat sich im Kern das BGM, also alle die da eigentlich drum herum sind, da hat es sich das BGM hier ungewollt zum Komplizen eines Systems gemacht, das eben nur Symptome bekämpft statt Ursachen zu lösen.
00:09:12: Das ist ein absolut entscheidender Punkt!
00:09:16: Wir verlagern das Problem auf das Individuum und damit entlasten wir im gewissen Sinne das Management von so einer eigentlichen Pflicht – die ist ja am Ende die Organisationsentwicklung.
00:09:31: Wenn Prozesse schlecht aufgesetzt sind... Zielvorgaben unrealistisch sind oder wir an irgendeiner Stelle toxische Führung haben.
00:09:38: Ja, dann hilft auch der beste Yoga-Kurs der Welt nicht weiter und das aber helft ganz kurzfristig.
00:09:43: Aber im Gegenteil ist es wie ein Boomerang.
00:09:44: Dann fühlt sich die Mitarbeitern eher ein Stück weit verhöhnt weil das System sagt ihnen, pass auf!
00:09:50: Wir hören zwar nicht um Stress, aber hier habt ihr das Webinar damit ihr besser damit umgeht.
00:09:55: Es ist fast eine zynische Einstellung und man muss eigentlich sagen, das ist ein strukturelles Versagen im Gewand der Fürsorge.
00:10:04: Ja ja und das meinte ich vorhin.
00:10:05: also es ist quasi einen Boomerang ne?
00:10:07: Also man hat sich da selbst irgendwie zum Komplizen gemacht und es ist ein Boomerrang der da entsteht weil in Prinzip auch der Blick oder aber auch die Möglichkeit der Umsetzung für das Ganze fehlt.
00:10:19: entweder schaut man nicht richtig hin und weiß nicht was man anders tun soll oder aber man hat vielleicht auch gar nicht die Möglichkeiten wie vorhin angesprochen.
00:10:26: Also wirklich jetzt mal an die strukturellen Fehlbelastungen im Arbeitsprozess ranzugehen.
00:10:32: Echte Verhältnisprävention, die wir ja alle wissen, eine ungleich höhere Nebel hat auf die Leistungsfähigkeit einer Universierung und auch als jedes, wie gesagt, das Nice to Help-Angebot.
00:10:45: Das war am Ende doch nicht mal dann die richtigen erreicht.
00:10:50: Ja klar!
00:10:50: Und jetzt ist natürlich die Frage, wenn man nach vorne konstruktiv auskommt gelingt der Ausbruch aus diesem Dilemma.
00:10:57: Wenn es die besseren Argumente nicht sind und noch mehr Studien in sich sind, die einen Hebel umlegen was dann?
00:11:05: Also ich denke viele in der Branche, die schon lange dabei sind, denken da quasi täglich drüber nach.
00:11:12: Viele neu reinkommen.
00:11:13: für diese ist das eigentlich noch gar kein Thema.
00:11:14: wieso hell gesundheit wie wir gerade gesagt haben Es ist doch das wichtigste und überhaupt muss ich dass noch jemanden erklären.
00:11:20: aber vielleicht liegt unser fundamentaler Denkfehle eigentlich wirklich darin, dass wir Gesundheit in der Kommunikation fast immer als das Ziel formulieren.
00:11:29: Ja?
00:11:30: Also nach dem Motto Wir müssen die Gesundheit unserer Mitarbeitenden verbessern.
00:11:33: Das ist unser Ziel deswegen machen wir es.
00:11:35: Dann schlag mal ein altatives Denkmodell vor!
00:11:38: Ja, wir könnten anfangen finde ich gesundheit konsequent als Ursache und als Voraussetzung zu betrachten.
00:11:46: also niemals jetzt auch wie du es gerade gesagt hast als den Selbstzweck.
00:11:49: Also Aktivitäten, warum?
00:11:51: Okay.
00:11:52: Schau mal also niemand im Unternehmen betrachtet zum Beispiel eine funktionierende IT-Infrastruktur oder auch stabile Logistikprozesse als das oberste Unternehmensziel.
00:12:08: Trotzdem würde kein CEO der Welt auf die Idee kommen, die IT abzuschalten und Kosten zu sparen.
00:12:14: Warum?
00:12:15: Weil jeder weiß dass ohne IT der Laden steht!
00:12:17: IT ist die zwingende Voraussetzung für Wertschöpfung.
00:12:21: Das gefällt mir, ich finde das ein hervorragendes Bild.
00:12:23: Wenn wir die Gesundheit so einbetten, erinnert sich die gesamte Logik.
00:12:28: Physische und psychische Gesundheit sind keine moralischen Ziele, die man sich leistet wenn am Ende des Jahres Geld übrig ist.
00:12:35: Sie sind umgekehrt der Hebel an die fundamentale Bedingungen dafür dass eine Organisation überhaupt performen kann.
00:12:41: Wenn die IT abstürzt, ist der Schaden sofort sichtbar.
00:12:45: Wenn die belegschaftlich schlechte Strukturen verschliessen wird, merken wir es oft erst verzögert.
00:12:51: Aber auch umso stärker.
00:12:52: Fehlt Zeit, Lektuationen, Qualitätsmängel und irgendwo so, wenn was mal Innovationsblocker hat?
00:13:00: Genau das ist eine Art unsichtbare Erosion, wo die Leistungskraft versickert.
00:13:07: Also wenn ein Werkzeug stumpf ist, bricht es irgendwann ab.
00:13:09: Das kapiert der Betriebsleiter sofort.
00:13:12: Wenn aber dann Arbeitsabläufe zum Beispiel ... so reibungsvoll gestaltet sind, dass die psychische Energie der Menschen aufgefressen wird.
00:13:19: Da sieht man das nicht auf den ersten Blick meistens und wir müssen Gesundheit als das begreifen was sie ist.
00:13:25: Sie ist ein kritischer Betriebsinfrastruktur einer Organisation also einen Kluge CFO, der investiert in die Instandhaltung seiner Maschinen.
00:13:34: Wir haben es über Software gesprochen IT gerade lange bevor sie ausfallen Und genauso müssen wir Die Instand Haltung sage ich jetzt mal der menschlichen Leistungsfähigkeit steuern
00:13:44: Und ich glaube, das ist genau das was verstanden werden muss.
00:13:49: Die Gesundheit wirkt zwar nie direkt oder fast nie direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung direkt Sie wirkt aber immer indirekt über die funktionale Leistungsfähigkeit der Organisation.
00:14:00: Wenn wir also aufhören gesundheit als emotionales Ziel zu verkaufen und stattdessen messbar machen wo gesunde Strukturen blockiert sind und dadurch Leistungskraft verloren geht Dann haben wir eben ein ganz anderes Bild, eine ganz andere Diskussion, die wir dann führen.
00:14:15: Klar jetzt, ich höre schon direkt die Stimmen von vielen, die sagen auch da brauchst du aber ab ist doch alles schon längst bewiesen.
00:14:22: es gibt hunderte Studien den Heroids zeigen.
00:14:25: das wissen wir doch schon längs.
00:14:26: Ja
00:14:28: ja genau richtig habe Ich auch gerade daran gedacht.
00:14:32: also Wir Wissen dass Das Thema in unserer Bubble sprechen wir auch darüber und schütteln uns schon im Kopf mittlerweile.
00:14:40: Aber Aber dieses Wissen reicht eben nicht aus.
00:14:46: Und das ist der Punkt, den viele Gesundheitsakteure massiv unterschätzen meiner Meinung nach.
00:14:51: Das generell Management funktioniert nicht nach absoluten Wahrheiten.
00:14:56: Management funktioniert nach Relevanz, Prioritäten und auch vor allen Dingen akuten Entscheidungen also die getroffen werden müssen teilweise unter Unsicherheit so wie heute.
00:15:07: Ja vollkommen richtig.
00:15:08: Ich erinnere mich in meiner Zeit als Vorstand stattlich jeden Tag, natürlich vor allem Berge von Themen die alle auf ihre Art wichtig oder wahr waren.
00:15:16: Aber im Vorstandsraum gewinnt nicht automatisch das Thema, dass am wichtigsten klingt ist.
00:15:21: Gewinnt das Thema genau diesen spezifischen Moment auch die höchste Dringlichkeit und die Relevanz für sei es das Überleben oder den Erfolg des Kerngeschäfts besitzt.
00:15:33: Wenn du dann natürlich als BGM-Fahnenfordercher zum Beispiel nicht zeigen kannst, wie dein Thema, sagen wir mal, den Fachkräftemangel, die Lieferfähigkeit sichert und die Innovationskraft stärkt, dann gehst du trotz aller wissenschaftlichen Wahrheiten leer aus!
00:15:49: Ja weil reine Wahrheit im Tagesgeschäft einfach stupf ist ne?
00:15:54: Also einen Vorstand der leitet ja kein wissenschaftliches Institut, sondern ein Wirtschaftsunternehmen.
00:16:02: Das im Wettbewerb steht vor allen Dingen und MCEO nutzt die Information.
00:16:06: Gesundheit ist wichtig eben ziemlich wenig das weiß er ja.
00:16:10: für seine anstehende Aufsichtstransitzung nützt ihm das eigentlich gar nicht.
00:16:13: klar dass er braucht ist die Übersetzung also in wie du es schon sagst in eine Relevanz für sein operatives Geschäft.
00:16:23: wenn wir Struktur X Nicht ändern, verlieren wir im nächsten Quartal fünf Prozent unserer Produktivitätskapazität, sag ich jetzt mal.
00:16:33: Zum Beispiel durch Erschöpfung oder durch die Fluktuation.
00:16:38: Und das ist eine Managementsprache auf die man reagieren kann und auch nicht ... Ja,
00:16:41: Tinos!
00:16:43: Denn das erwarte ich ja als Führungskraftgeschäftsführer.
00:16:46: Vorstellung von den anderen Bereichen, dass sie so sprechen.
00:16:53: Weil das schwenkt bisher vom ideologischen Mitstreit dahin zur Führungsebene nicht geschafft wurde.
00:16:59: Und wir müssen halt anerkennen, ein Unternehmer macht Gesundheit nicht aus reiner nächsten Liebe.
00:17:04: Es muss einen Beitrag zur Wertschöpfung leisten.
00:17:08: Wenn es das nicht tut und oder wenn wir das nicht nachweisen können bleibt es eine S&R-Spielwiese die immer das Risiko läuft in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.
00:17:20: WGM muss Umsatz und Ergebnis bringen, sonst macht es der Unternehmer nicht.
00:17:23: Bert Rürup, ganz genau.
00:17:25: Er hat das sehr gut auf den Punkt gebracht.
00:17:28: Wolfgang Lassner uns mal zusammenfassen.
00:17:31: Niemand kauft Gesundheit um der Gesundheit wählen?
00:17:35: Das muss man einfach erkennen.
00:17:38: in der jetzigen Zeit umso mehr ... Vielleicht war das vor zehn, fünfzehn Jahren noch anders.
00:17:44: Man müsste's vielleicht mal für sich vergleichen, weil niemand kauft.
00:17:47: ja ... Digitalisierung um der Digitalisierung will oder ich sage mal Qualitätsmanagement zum Selbstzweck.
00:17:59: Es hat einen tieferen Hintergrund und das Ziel ist einfach ein anderes Unternehmen investieren in Voraussetzungen die sie dann zukunftsfähig und leistungsfähig fähig machen.
00:18:09: Und das ist, da muss eben Gesundheit auch positioniert
00:18:12: werden.".
00:18:12: Ja ja, das heißt am Ende dass das Problem nicht so sehr an den Inhalten liegt, sondern an unseren gewissen Unvermögen, die, sagen wir mal, die psychologischen Schubladen aufzubrechen und den Fokus weg vom individuellen Verhalten nach dem Motto trinkt mehr Wasser macht mehr Yoga macht einen Waldlauf hin zu gesunden Organisationsstrukturen zu lenken.
00:18:35: Ja genau.
00:18:36: Ich denke vor allen Dingen, dass das eine große Chance ist auch für die Zukunft.
00:18:42: ja wenn wir eben nicht noch mehr in Aktionismus verfallen, nicht nochmal in bunte Plattformen investieren oder auch ich sage mal Gesundheit als Benefit zu verkaufen da tut sich die Branche auch keinen Gefallen sondern wirklich Wir müssen hier einen radikalen Schwenk wagen, weg von der reinen Wohlfüllaktivität.
00:19:07: Das Ziel ist, Gesundheit zu fördern – das haben wir gerade angesprochen -, sondern hin zu einem echten Managementsystem, das auch wirklich ein Beitrag leistet, zu gesundenen Bedingungen.
00:19:19: Das ist die Grundlage für Gesundheit und Leistungsfähigkeit eben aber auch zum dauerhaften Erfolg der Organisation beiträgt.
00:19:27: Und das müssen wir sichtbar machen, das muss steuerbar sein und ich glaube, dass ist die entscheidende Herausforderung unserer Branche.
00:19:33: Ja ja und erst dann sprechen wir nicht mehr über ein optionales Randthema sondern über einen der kritischen Erfolgsfaktoren und vielleicht sogar wenn man sich den nächsten zehn, zwanzig Jahre anschaut bei der Anstehentransformation den kritischsten Erfolgstfaktor überhaupt der vorne steht.
00:19:53: also deswegen genau in diesem Sinne Ihr Zuhörer und Zuhöhrer habt eine erfolgreiche Woche, schaut gut nach euren Teams.
00:20:02: Und natürlich danke euch fürs zuhören!
00:20:05: Ja macht's gut.
00:20:06: vielleicht sorgt für klare Worte dreht das den Spieß mal um und vielleicht sorgt ihr so viel Verständnis auf Geschäftsführerebene.
00:20:17: wir hoffen ihr konntet ein paar Anregungen mitnehmen und vor allem kommt gut durch die Hitze und habt eine herrfolgliche Woche bis nächsten Montag
00:20:26: Bis Montag!
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