#090 Der Mensch ist keine Blackbox: gesunde Führung besser verstehen – Enkhnaran „Egy“ Boldbaatar
Shownotes
Gesundheit in Organisationen: Luxus oder unterschätzter Produktivitätsfaktor? Stell Dir vor, Resilienz entsteht gerade dort, wo Strukturen fehlen. Was bedeutet das für unser Arbeiten und unsere Führung?
In dieser Episode spreche ich mit der vielseitigen Enkhnaran Boldbaatar, genannt Egy, über ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt: Wie gelingt es uns, in Organisationen wirklich gesund zu arbeiten? Was hat das mit dir zu tun und wie prägen persönliche Erfahrungen, Werte und Emotionen das Miteinander?
Du erfährst, was es bedeutet, wenn der Mensch zur „Blackbox“ im Unternehmen wird, wie wir unser eigenes Wohlbefinden oft übergehen und was Führung tatsächlich bewirken kann. Gemeinsam mit Egy werfe ich einen ehrlichen Blick auf die Herausforderungen und Potenziale einer neuen, menschenzentrierten Arbeitswelt.
Key-Takeaways
- Gesundheitskompetenz als Schlüssel: Warum Selbstwahrnehmung und Emotionsregulation zentral sind und weshalb viele von uns verlernt haben, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu hören.
- Resilienz durch Unstrukturiertheit: Wie herausfordernde, wenig geregelte Umgebungen individuelle und kollektive Widerstandskraft fördern können und welche unerwarteten Chancen darin liegen.
- Die Rolle der Führungskraft: Wo endet Verantwortung, wo beginnt Überforderung? Und warum sind informelle Führungskräfte und neue Führungsmodelle zukünftig wichtiger als je zuvor?
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Transkript anzeigen
00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Endlich Montag, dem Podcast in dem wir versuchen dir näherzubringen was das Geheimnis gesunder und erfolgreicher Unternehmen ist.
00:00:14: Ich bin Wolfgang König und habe heute ein Gast bei mir der gleich mehrere Perspektiven auf unsere Arbeitswelt miteinander verbindet würde ich mal sagen.
00:00:24: denn wenn wir über Gesundheit und Leistung in Organisation sprechen dann schauen wir häufig auf auf Prozesse, Kultur und auch Führung.
00:00:35: Aber der entscheidende Faktor sitzt nun mal mittendrin nämlich der Mensch Und Menschen wie wir wissen dem Situationen sehr unterschiedlich warmen unterschiedliche Werte Erfahrungen Auch unterschiedliche Verhaltensmuster und reagieren deswegen auch unterschiedlich auf verschiedene Belastungen usw.
00:00:55: Mein heutiger Gast beschäftigt sich genau mit Ja mit dieser Schnittstelle zwischen Mensch und Organisation.
00:01:02: Und sie sagt, dass die humane Ressource in vielen Organisationen noch immer eine Blackbox oft ist.
00:01:11: Sie hat sich auf den Weg gemacht diese Blackbox besser zu verstehen und auch messbar zu machen was ja unser Thema hier sehr oft in unserem Podcast ist.
00:01:19: Gleichzeitig erlebt ihr das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven als Führungskraft, als Sozentin, als Organisationsentwicklerin Und auch das Business Coach.
00:01:29: und ja, also lange Rede kurzer Sinn.
00:01:32: Mein heutiger Gast ist Enknaran Boldbata, auch Eggy genannt.
00:01:37: Ich freue mich sehr, dass du heute da bist, liebe Eggy.
00:01:39: Herzlich willkommen bei Endlich Montag!
00:01:42: Ganz lieben Dank Wolfgang für dieses Intro auch.
00:01:46: Super schön, das nochmal zusammengefasst zu hören.
00:01:50: auf den Punkt Wacht
00:01:51: Ja wie geht's dir?
00:01:55: Also, da gibt's ja meistens auch die ehrliche Antwort und die diplomatische Antwort.
00:01:59: Die diplomatischen Antwort muss immer sein sehr gut oder gut.
00:02:03: Aber die eherliche Antwort ist es wirklich gerade eine herausfordernde Zeit für mich als Führungskraft aber auch als EGI, die versucht viele verschiedenen Themen unter einen Hut zu bringen und manchmal auch ein bisschen umtriebig unterwegs ist beruflich.
00:02:20: Ja schön dass du so ehrlich auch sagst.
00:02:23: wie du schon sagst viele tun das dann schnell ab und dann bloß nicht noch tiefer einsteigen in die, in die Thematik.
00:02:30: Aber Stichwort Einsteigen an die Theomatik bevor wir da tiefer Einsteigungen so Themen wie schon so angeteasert hatte.
00:02:36: Da möchte ich erst nochmal was ganz anderes wissen denn du warst nämlich gerade in der Mongolei.
00:02:40: ja Und Urlaub Verbindung mit freier Zeit etc.
00:02:47: aber Wie war es dort?
00:02:48: Was hast Du gemacht?
00:02:49: und weil die meisten jetzt glaube ich nicht so als Urlaubsziel Die Mongoleil für sich haben Für sehr spannend, eigentlich.
00:02:56: Also ich glaube mittlerweile ist Mongolai eine absolute Trend-Reise-Zielthematik für viele die gerne auf dem Land unterwegs sind und dann viele Pferde denken und sehen leeres Land und auch Kontrast zum Alltag Digital Detox Möglichkeiten denn es gibt ganz viele Orte da hat man keine Internetverbindung.
00:03:22: Für mich war es dieses Jahr wieder einmal so ein Sommer, würde ich sagen.
00:03:25: Für drei Wochen habe ich dieses Jahr meine Freunde eingepackt.
00:03:30: Ich komme gebürtig aus Dermengolei und bin auch bis zu einem gewissen Grad dort aufgewachsen und habe daher noch ein paar soziale Infrastrukturen die ich nutzen konnten konnte für meine Freunde.
00:03:43: Und dann haben wir mehr als zehn Tage auf dem Land verbracht eine wilde Tour Mit zwei Vans, natürlich mit zwei Drohnen.
00:03:55: Die einiges aufgenommen haben und sehr viel Naturerlebnis.
00:04:01: spannend war dass die meisten von uns als erstes an unseren Augen gemerkt haben wie anders die visuellen Informationen sind mit denen wir konfrontiert sind.
00:04:19: insbesondere In den ersten zwei Tagen hatten wir Augenschmerzen.
00:04:24: Und ich und meinen Freundeskreis sind tatsächlich typische Geistesarbeiter, manche aus der IT-Branche und manche eben so wie ich Management gerne viel und gerne vom Bildschirm arbeiten auch mit mobilen Geräten und diese Weitsicht ist ja weit und breit gar nichts und auch sehr hell kaum wollten.
00:04:46: Da haben wir gemerkt, unsere Augen müssen sich dran gewöhnen und nutzen ganz andere Muskeln als gewohnt.
00:04:53: Ganz andere Reize, die man dann verarbeitet?
00:04:56: Vielleicht auch langsamer alles irgendwie ein bisschen?
00:04:59: Tatsächlich auch alles sehr langsam.
00:05:03: Im Freundeskreis haben wir einige ADHS-Freunde diagnostizierte.
00:05:10: Und das war spannend!
00:05:13: dass sie erst mal so richtig schön runterkommen konnten, war der Bericht.
00:05:20: Ja.
00:05:20: Der ist total spannend.
00:05:21: Da merkt man ja schon das auch.
00:05:23: nicht nur der Urlaub sozusagen da irgendwo.
00:05:26: Im Vordergrund stand er natürlich aber auch... Man nimmt ja was immer mit aus Reisen.
00:05:31: Gibt's da etwas, was du würde sagen würdest über dieses Sinaus noch weitere Dinge die du so mitnimmst in deinem Alltag?
00:05:38: Zurück wenn du jetzt wieder bei der Arbeit bist.
00:05:40: Das sind ganz unterschiedliche Themen, Mitnimmt von diesen Eindrücken dort?
00:05:49: Definitiv.
00:05:52: Zwei Beispiele... Man nimmt natürlich ganz viel mit, das meiste was ich persönlich einpacke und versuche so lange wie möglich nachklingen zu lassen ist dieses Gefühl, dieses Wohlsein erstens Urlaub zweitens kaum Termine und drittens auch die Visuellen Reize, die das unterstützen langwierige, fast schon langweilige Gezogene.
00:06:21: Man darf sich auch mal müde fühlen und es ist okay.
00:06:26: Dieses Nichtleistungsorientierte beispielsweise.
00:06:28: Genau dieses Gefühl versuche ich so gut das geht abzuspeichern und bringe es hierher.
00:06:32: Es ist jetzt nicht so dass man's hier im Alltag nicht hätte aber es ist nicht in dem großen Stil wieder drüben natürlich.
00:06:43: Aber eine interessante These, die ist automatisch mitgekommen und hat meinen Alltag begleitet.
00:06:51: Und zwar eine Frage zum Thema Resilienz – wie entsteht eigentlich Resilience?
00:06:57: Hat uns auch diskussionstechnisch begleitet und irgendwann hatten wir gemeinsam die These aufgestellt vielleicht des Resiliens dann automatisch gefördert wenn das Umfeld autisches strukturiert und man sich auf umliegende Strukturen nicht vollumfänglich verlassen kann.
00:07:22: Und in einem Umfeld, wo es mehr Strukturen herrscht, mehr Verlässlichkeit – ja dann brauchen wir doch eigentlich keine individuellen Resilienzkompetenzen!
00:07:32: Wann sollen wir sie nutzen?
00:07:34: Erst wenn die Dinge schwierig werden, packen wir ja eigentlich individuelle Fähigkeiten
00:07:38: aus.".
00:07:39: Das war der Grundtänor und das begleitet mich über meinen Alltag.
00:07:44: Also auch dankbar sein für fehlende Strukturen, fehlenden Informationen.
00:07:50: Fällt einem dann natürlich auch ad hoc schwer aber auch schön das aus dem Gepäck auszupacken und dann nochmal die Diskussion im Kopf durchzugehen.
00:07:59: Stimmt ja Resilienz fördernd ist es schon?
00:08:02: Und kann ein Geschenk sein.
00:08:05: Sehr sehr spannend!
00:08:06: Aus der Perspektive das mal zu sehen wird oft andersrum betrachtet.
00:08:13: Geht mir gleich noch einmal vielleicht tiefer darauf ein, wenn wir auch über die Rolle von Führung sprechen und wie Mitarbeiter zu nehmen sind.
00:08:21: Vielleicht noch mal ganz kurz etwas zu dir.
00:08:26: Wir haben jetzt gerade auch über den Mongolei gesprochen.
00:08:30: Wer bist du denn eigentlich?
00:08:31: Also fragt sich jetzt vielleicht der Hörer.
00:08:34: Ich habe es schon angedeutet so, Du bist in Unternehmen aktiv, Führungskräfte begleitest und auch Studierende.
00:08:39: das ist ja sehr spannend.
00:08:40: Was machst du gerne?
00:08:41: Also was treibt dich persönlich auch an oder bewützt du dich so selber auch beschreiben, wenn man das denn so auch kann überhaupt eigentlich.
00:08:47: Aber wie würdest du es machen?
00:08:51: Da hole ich gerne einen witzigen Begriff raus!
00:08:54: Ich fühle mich sehr oft wie eine Nomaden in einer Pendlerkultur.
00:09:01: und warum komme ich überhaupt zu diesen Begriffen?
00:09:04: Ich bin bis zum twelften Lebensjahr in der Mongolai gewesen in einem russischen Dorf, nördlich-westlich der Mongolai aufgewachsen und auch ziemlich sozialistisch geprägt die Kultur dort.
00:09:19: Und dann so wie ich zwölf wurde, bin ich meiner Mutter gefolgt, die hier ihre Zukunft gesehen hat weil sie als progressive Frau es spannend findet in Europa zu leben oder also immer noch findet.
00:09:33: damals fand und ja bin dann hierher.
00:09:39: Natürlich war das eine sehr lange Reise der Integration hier in die Gesellschaft.
00:09:46: Nicht nur die Strukturen sind anders, sondern Mindset und viele Wertevorstellungen – das System ist einfach anders!
00:09:52: Es gab aber nichtsdestotrotz viele Schnittstellen.
00:09:57: Und nachdem ich im Schuhsystem dann auch erst Deutsch lernen durfte, keine Kurse davor… Ich wurde direkt auf die Schule geschickt.
00:10:08: So, das ist jetzt deine neue Schule.
00:10:10: Viel Spaß und ich habe... Wir schreiben auf Kirillisch in der Mongolei und es ist sehr witzig.
00:10:20: unter den Zuhörern die auch kirillisch lesen können kennen wahrscheinlich dieses Problem dass R auf Kirilisch ist auf Latein das P beispielsweise oder das E ist verkehrt herum oder das N kann aussehen wie das p auf Kiryllisch.
00:10:37: Also man kann schon sehr viel durcheinander bringen.
00:10:40: Und dann saß ich da in der sechsten Klasse ohne Deutschkenntnisse und dachte mir, vermass es bloß nicht wenn du dran bist mit Vorlesen.
00:10:51: Jeder kommt dran und darf dann einen Satz vorlesen – das war meine Herausforderung!
00:10:58: Die witzigste Anteutde aus der Zeit ist, dass ich mich erzählen habe.
00:11:05: Meine Mutter, wenn sie gefragt hat und wie war die Schule?
00:11:07: Wie viel hast du gelernt.
00:11:08: Irgendwie ist es ganz schön witzig.
00:11:11: alle reden über Euro-Euro-Euro.
00:11:13: Das ist total anders als da drüben!
00:11:15: Und dann hat sie sich gefragt warum habt ihr bestimmte Hürse in der Schule oder was?
00:11:21: Hat sich später herausgestellt eure Sachen... Pack eure Mäppchen aus, packt eure Hefter aus.
00:11:29: und jedes Mal habe ich Euro verstanden.
00:11:31: Und dachte also hier die Deutschen sind ganz schön giltorientiert!
00:11:39: Genau da gibt es ganz schön viele Aharmomente an die mich heute noch erinnern kann, die mich auch zu der Person gemacht haben meine Ich, die ich heute bin und ich bin daher nicht die Einzige die erst mit fünfzehn, sechzehn oder auch im frühen Kindesalter nach Deutschland gekommen sind und dann in der Schule integriert wurden.
00:12:07: Und die sprachliche Reise, die kulturelle Reise ohne die Unterstützung von Systeminternen Eltern Also auch Behördengänge, Übersetzungen den Eltern.
00:12:21: Viele Hörer die diesen Background haben werden mich vermutlich verstehen und da auch schwunzeln.
00:12:26: Genau!
00:12:26: Und ich glaube das hat dazu geführt dass ich mich früh gefragt habe wie funktioniert eigentlich eine Kultur?
00:12:36: Was sorgt dafür dass Menschen auf einer natürlich organisierte Art und Weise zusammenleben?
00:12:43: und aus Selbstverständnissen Selbstverständnisse Weil für mich als Außenstehende waren sie sehr überhaupt Codes, die ich nicht sichtbar machen konnte.
00:12:52: Ich konnte es nur erleben aber ich konnte noch nicht mit dem Finger drauf zeigen.
00:12:57: was ist das?
00:12:58: Was ist der?
00:12:59: wie nennt man das?
00:13:01: und so bin auch später angefangen habe zu studieren mit den gleichen Fragestellungen reingegangen und ab meine Interessen in wirtschaftlichen Themen gefunden.
00:13:13: Ja ja das hört man auch schon daraus.
00:13:17: Und ich habe tatsächlich selber ursprünglich angefangen, weil mir meine Mitschüler damals immer sagten, Egi du redest super gerne.
00:13:29: Und in den Lava-Fächern bist du super gut und deswegen sollst du irgendwas studieren, weil ich auch gefragt hab ne?
00:13:34: Ich weiß nicht was ich studieren soll!
00:13:37: Meine Mutter hat gesagt, ich muss studieren.
00:13:39: Was soll ich
00:13:39: studien?!
00:13:41: ja studiere doch irgendwas Geißwissenschaftliches.
00:13:43: und dann habe ich festgestellt, Philosophie ist vielleicht Thema.
00:13:47: Das könnte mir zumindest sehr viele Erklärungen an die Hand geben warum Europa so tickt wie Europa tickt, dass die Dinge nicht so eindimensional beantwortet werden können.
00:13:58: Habe ich dann auch im Laufe des Studiums herausgefunden?
00:14:01: Hab natürlich so wie es sich gehört Philosophia abgebrochen um dann in die Wirtschaft zu gehen.
00:14:05: Selbstverständlich!
00:14:08: Ich glaube, da werden auch viele, die jetzt zuhören lachen.
00:14:12: Genau und ich muss sagen in Philosophie gab es sehr viele Diskussionen, die die heutige Wirtschaft betreffen und dann im BWL-Wirtschaftsstudium also bwl Bachelorstudium habe ich sehr viele Antworten auf meine Fragen damals bekommen und hatte das Gefühl dass ist das Hauptthema was die meisten Menschen beschäftigt.
00:14:37: Arbeitswelt, Geldthemen, Geldsorgen, Zukunftssorgen haben meistens einen finanziellen Charakter.
00:14:46: Und wenn man als Kind oder junger Mensch die Erwachsenen beobachtet, hört man ja auch die wiederkehrenden Themen und ich wünsche dich jetzt eine Antwort dazu.
00:14:54: Oder ich frage mich wie das so und so wäre?
00:14:56: Oder ich Frage mich, wie ich das lösen würde, wenn ich erwachsen bin.
00:15:01: Ich bin tatsächlich sehr froh wo ich jetzt bin und bin jeden Tag dankbar dass sich so viel lernen Und arbeiten darf und so viele neue Menschen an einem Tag kennenlernen darf.
00:15:13: Ich denke, das kommt da nicht von ungefähr, dass ich jetzt gleichzeitig sowohl in der privaten Hochschullandschaft unterwegs bin als auch mit Studierenden gerne arbeite.
00:15:25: Nach wie vor ist das Hauptthema der Mensch- und die Kultur bzw.
00:15:29: das Individuum und des Kollektiv im wirtschaftlichen Sinne.
00:15:35: Ja, total spannend meine Güte!
00:15:38: Erst mal riesengroßen Respekt.
00:15:40: Ich hab' nicht das richtig mitbekommen, man passt so mit fünfzehn-sechzehn angefangen Deutsch zu lernen?
00:15:46: Ganz genau betrachtet.
00:15:47: Strix
00:15:48: ist perfekt!
00:15:48: Also das ist ja unglaublich...
00:15:53: Mit sechs dann hat man mir noch gesagt bist du aus der Türkei ab Telefon?
00:15:58: Ja wir haben uns auch schon alle Nationalitäten zugeschrieben.
00:16:01: Fühlt es in Ordnung macht mir gar nichts.
00:16:05: aber ja spannend also ... ist nur ansatzweise ... ... kurillisch verstehen könnte, ... ... wie du dort sprichst.
00:16:12: Das ist immer der Wahnsinn!
00:16:13: Aber das vielleicht nur am Rande... ... ja man merkt, dann nimmt ihr mit jeder Phase ab auch mit jedem Wort ab,... ... dass es wirklich so aus dir, aus deiner ... ... Motivation herausgekommen ist, dann in diese berufliche Richtung auch zu gehen.
00:16:26: Das is total schön, da sehe ich mich in einigen Dingen wieder aber das ist so nachvollziehbar bei dir.
00:16:31: Deswegen auch schön, dass du jetzt so unterschiedlich oder verschiedene Themen ja auch behandelst ne?
00:16:35: Also Du bist ja jetzt in der Uni aktiv, hast eine eigene Unternehmung, mit der du gerade im H.A.
00:16:48: berätst und in der Organisationsentwicklung.
00:16:51: Und das hat man auch vielleicht noch mal besser verstanden.
00:16:56: Vielleicht jeder Hörer oder ich auch selber.
00:16:59: Woher das so kommt?
00:17:01: Diese Vielfältigkeit und auch dieses Interesse für gerade diese Dinge Und da kann ich mir vorstellen, dass du mit Sicherheit sehr viel Erfahrung jetzt auch gemacht gerade in den unterschiedlichen die man ja auch zusammenführen kann.
00:17:12: Also es ist ja nicht alle Bereiche stehen nicht nebeneinander sondern sie haben ja miteinander zu tun.
00:17:16: und weil du grade dem Begriff gesunde Arbeitswelt oder generell Arbeitswelten auch angesprochen hast was bedeutet dich für dich eigentlich so?
00:17:27: Für sich persönlich vielleicht aber auch eine gesunde neue Arbeitswelt?
00:17:33: Da wird ja auch alles Mögliche drüber erzählt, wie die aussehen könnte.
00:17:36: Je nachdem, wie man so fragt und woher so sitzt auf welchem Stuhl.
00:17:40: Und da merke ich schon so... Das ist von den Menschen heraus natürlich.
00:17:44: Ich erhebe das ja selber auch tagtäglich.
00:17:46: Ganz andere Vorstellung ist als jetzt sagen wir mal vom Vorstand oder von der Politik oder aus dem... Aus den Ressorts, die sich dann da vielleicht drum kümmern.
00:17:57: Was ist das für dich?
00:17:58: Wie würdest du es beschreiben wenn du das irgendwie beschreiben müsstest?
00:18:03: Oder du tust es ja auch.
00:18:05: Genau, gesunde neue Arbeitswelt hört sich vielleicht erst mal an wie ein Passwort.
00:18:13: für mich steckt da extrem viel dahinter und ich denke die Frage nach was ist eigentlich Gesundheit in Bezug auf die Arbeitswelt ist auch nochmal erstmal zu adressieren.
00:18:28: Nach so vielen Diskussionen und Auseinandersetzungen mit dem Thema würde ich das so zusammenfassen.
00:18:36: Gesundheit in Bezug auf die nun mal leistungsorientierte Arbeitswelt muss etwas mit Selbstkompetenz zu tun haben, die Fähigkeit zu wissen wie es mir jetzt gerade geht ist schon ein wichtiger Anfang bedeutet Emotionsregulation.
00:18:58: du bin nicht emotional unterwegs.
00:19:02: was brauche ich jetzt gerade?
00:19:04: Muss ja nicht immer gegen dem sein, was die Arbeit von einem möchte und erfordert meiner Meinung nach auch die Fähigkeit lösungsorientiert entscheiden zu können.
00:19:20: Nicht problemorientiert oder problemvermeidend sondern optimistisch und positiv lösung orientiert zu denken und dann aufgrund einer Vorfreude entscheiden zu können und das auf eine sehr effektive, wirksame Art und Weise.
00:19:43: Da sprechen wir vielleicht von Millisekunden wenn die Kompetenz hoch ist.
00:19:49: Zu sagen XYZ mache ich jetzt und zwar in der Zeit weil da habe ich richtig Lust drauf.
00:19:58: Ja, das ist total anders.
00:20:01: Ich denke dass es eine sehr große Herausforderung typische Gespräche, die ich sowohl mit Studenten als auch mit Führungskräften bisher geführt habe.
00:20:12: Die Lockerheit in Krisenzeiten, in herausfordernden Zeiten ist wirklich sehr schwer hochzuhalten.
00:20:20: Optimismus ist schwer zu halten oder überhaupt präsent zu halten und alleine schon dadurch dass unser Nervensystem so arbeitet dass wir uns erschützen wollen.
00:20:35: Wenn wir das Gefühl haben, es ist herausfordernd die Dinge sind gefährlich ich muss jetzt aufpassen kommen wir automatisch in eine Schutzhaltung.
00:20:43: also bloß nicht zu breit denken bloß nichts zu viel wagen bloß Nicht so viel zu mutig sein.
00:20:49: und auch diese negativen Emotionen können unsere Wahrnehmung und unser Urteilsvermögen verzerren.
00:20:58: Und das ist ein bisschen der die Brücke die ich geschlagen habe Auch in den Jahren zwanzig, dreiundzwanzig meine Master thesis.
00:21:07: berufsbegleitend habe ich mein Master gemacht und meine Master Thesis genutzt um arbeitsorientiert also produktivitäts- und prozessorientiert für Organisationen zu untersuchen.
00:21:19: Was müssen denn für Methoden und Instrumente, Führungskräften und Fachkräften an die Hand gegeben sein damit das Thema Gesundheit oder gesundes arbeiten tatsächlich in den Arbeitshalter integriert werden kann.
00:21:33: Also weniger nach der Arbeit gehst du ins Fitnessstudio oder die tatsächlichen Fokuszeiten in der Arbeit wird kürzer, damit du früher irgendwie länger dich im Flur mit deinen Lieblingskollegen unterhalten kannst, damit es debut geht oder was?
00:21:51: Sondern direkt vielleicht sogar während man von einem sagen wir mal schwierigen Kunden angeschrien wird über ein Thema wo ich nicht da korb bin.
00:22:03: In dem Moment hört sich jetzt vielleicht im ersten Moment nicht gesund an, aber wenn man lange daran arbeitet dann sagt sogar die Wissenschaft es ist möglich dass man einen positiven inneren Zustand in den moment gefühlsmäßig raus graben kann und dann vielleicht sogar ins lachen kommt.
00:22:29: Ach Mensch ich verstehe sie total.
00:22:32: Ihre Beschwerde, die schreibe ich gerne auf.
00:22:35: Kann ich jetzt den Moment noch nicht sofort bearbeiten?
00:22:38: Beruhigen Sie sich erst mal oder so.
00:22:41: Aber oftmals ohne dass wir es merken weil wir ja auch aus Schutzinstinkt allein schon unsere Wahrnehmungskanäle dichtbachen hören wir zwei drei Sätze oder Begriffe und wir sind schon getriggert und die ersten Gedanken sickern rein wie zum Beispiel was Für wen hält sich denn diese Person mit mir so zu reden?
00:23:04: Das sind meine Grenzen, die jetzt gespringt haben.
00:23:07: Da muss ich mal zurückgeben und stattdessen wirklich lösungsorientiert ein paar Schritte voraus zu sein.
00:23:15: Was ist eigentlich eine Herausforderung meiner Meinung nach?
00:23:19: So kam ich auf ein erweitertes Modell in der Unternehmensberatung.
00:23:23: Ich glaube viele der beratenden Kollegen, die gerade zuhören werden das kennen diese vier Handlungsfelder der Unternehmensentwicklung.
00:23:36: Was will die Strategie?
00:23:38: Haben wir eine Strategie und was muss auf der strukturellen Ebene oder prozessualen Ebene gemacht werden, zweites Handlungsfeld, drittes Handlungswelt Kulturfriststruktur zum Frühstück, Kultur.
00:23:48: da müssen wir langfristig mittelfristig die Kultur anpacken.
00:23:52: und dann wenn wir Kultur an packen wollen müssten wir natürlich auch individuelle Kompetenzen fördern also Personalentwicklungen im Bereich individuelle Kompetenzen, Personalentwicklung.
00:24:06: Da ist es aktuell klassisch Gang und Gebe das Schulungen terminiert werden.
00:24:12: Wir nehmen auch Zeit weg und erhöhen den administrativen Aufwand.
00:24:18: dann werden vielleicht Coaching-Einheiten intern angeboten, Workshops oder mehrere in einem abgespeist werden können.
00:24:29: Liste an Themen, die hat man von der Arbeitgeberseite oder Unternehmenseite abgehackt.
00:24:35: Also wir haben sie ja rausgeschickt in die Welt der Willigschaft.
00:24:39: und was Sie jetzt daraus machen?
00:24:41: Wie messen wir das?
00:24:42: Wie kommt es an?
00:24:43: Das geht dann wieder in die Kultur.
00:24:46: aber Personalentwicklung und Entwicklung des Menschen in der Arbeitswelt beziehungsweise Entwicklung der kompetenz, arbeits betreffende Kompetenzen der Arbeits welt wirkte auf mich wie immer noch, wie eine Blackbox.
00:25:03: Und um diese Blackbox noch ein bisschen weiter zu strukturieren habe ich festgestellt man kann auch die Verhaltensebene in Bereich des Individuums also Verhaltensmuster-Videoreingangs so schön gesagt hast Die Verhaltungsmuster machen Auf der kollektiven Ebene die kulturellen Unterschiede Besonderheiten aus.
00:25:25: Wenn ich einen Verhaltemsmuster hab als Individuum und Ich habe Lieblingskollegen Allein schon aufgrund unseres Sympathikus werde ich die ähnlichen Verhaltensmuster pflegen.
00:25:36: Sogar meine Periode wird sich danach einstellen, wenn ich wirklich hohe Sympatie zu meinen Lieblingskolleginnen pflege.
00:25:44: Wir sind ja irgendwo auch Tiere!
00:25:48: Genau und kollektiv wird das definitiv was machen.
00:25:51: und das ist die Kulturebene.
00:25:53: Und dann auch die emotionale Ebene.
00:25:55: Alleine schon, wenn wir fragen wie geht es dir?
00:26:01: Mittlerweile fällt es mir sehr stark auf.
00:26:04: Vielleicht kann man das mitnehmen aus dem Podcast und da für mehr dreienhören, selektive Wahrnehmung.
00:26:12: Wie geht's dir?
00:26:13: Dann wird erst mal ein Sachverhalt erklärt.
00:26:16: Und dass es ... Das kann einen kulturellen Charakter haben.
00:26:19: Es soll sich sagen ja ich hab viel zu tun und dann habe ich gestern das und das erlebt und heute habe ich auch soviel zu tun um diese Themen und jene die... Das
00:26:26: schreibt aber noch nicht den Zustand ne?
00:26:28: Richtig!
00:26:29: Dass die Emotionen dahinter.
00:26:31: Da haben wir ab einem gewissen Entwicklungsgrad als Menschen meine ich große Herausforderung direkt die Emotion zu beschreiben.
00:26:43: Schön, wie du das sagst!
00:26:45: Man könnte auch sagen man hat es verlernt oder es wird zum Normalzustand irgendwie so diese Dauerbelastung oder vielleicht schlechte Gefühle zu haben solche Dinge.
00:26:56: Wirkt so wenn wir es verlernen?
00:26:58: Wirkt es so, als wäre das keine gefragte Kompetenz in unserem erwachsenen oder arbeitsreichen Alltag in der Arbeitswelt vor allem.
00:27:09: Und interessanterweise ist ja gerade das die Voraussage, dass gerade diese Kompetenzen wissen wie ich mich fühle und was ich brauche um schnell regenerieren zu können – und das fast schon hochleistungsmäßig!
00:27:25: Das wird eine wichtige Grundlage sein weiterhin fokussiert und auch auf eine gewinnende Art und Weise aus dem Arbeitsleben später rauszukommen vielleicht oder abends dann auch jeden Tag raus zu kommen.
00:27:39: Ja, beobachtest du das dass es sich verändert hat?
00:27:46: Also das hat wahrscheinlich jeder irgendwo so sein wenn er jetzt in sich mal hinein hört.
00:27:51: ich glaube dass sehr viele sagen werden ja ich sehe einige bei mir um mich herum oder ich betrachte mich selber gerade auch mal so dass ich das gar nicht mehr so genau einschätzen kann manchmal oder dass mich das auch vielleicht stresst, weil ich das Gefühl habe.
00:28:05: Ich weiß gar nicht wie es um mich steht.
00:28:09: Ich würde es mal als Gesundheitskompetenz beschreiben, damit man dann nicht so genau mehr beschreiben kann, wie man sich eigentlich fühlt und wie es einem geht.
00:28:19: Beobachtest du, dass sich das verändert hat?
00:28:21: Aber das ist ja sehr viel mit Studierenden.
00:28:24: Wie es bei jüngeren Menschen ist... Da hab ich auch schon sehr viele Dinge mitbekommen.
00:28:29: Überreichende Kinder, die jetzt aufwachsen und sich andere Gedanken machen als ihr früher.
00:28:33: Und was sind deine Beobachtungen da?
00:28:36: Da frage ich mal so ... Mhm.
00:28:39: Der Veränderung vielleicht auch der Wahrnehmung des eigenen Ichs, so nenn ich's mal.
00:28:45: Mhm.
00:28:48: Da muss ich kurz dachten.
00:28:50: Es gibt verschiedene Ebenen, die mir gerade in meinen Kopf kommen.
00:28:54: Mhm
00:28:55: So richtig lange im Vergleich zu vielen anderen auf der in der Arbeitswelt langjährig arbeitenden Kollegen.
00:29:06: von einer langen Zeitdauer kann ich nicht sprechen.
00:29:11: als jemand, die einen anderen Background hat sag' ich bald.
00:29:18: Ich habe sehr lange gebraucht bis sich den Eintritt in die Arbeitswelt bekommen oder mir gegeben haben.
00:29:29: genau Und wenn man so möchte, ich bin so richtig in meinem Berufsfeld erst seit etwa acht Jahren unterwegs und so richtig wirklich.
00:29:42: Gesundheit könnte das Thema sein was uns in Zukunft noch mehr begleitet und noch mehr in den Fokus rückt.
00:29:48: Wenn es um Wirtschaftlichkeit geht ist mir erst aus dem ersten Mal begegnet als Thema und das ist jetzt auch wie lange ist das her?
00:30:03: Okay.
00:30:05: Auch acht Jahre, ne?
00:30:06: Gut!
00:30:08: Ja
00:30:10: und dieses Thema hat ja so viele verschiedene Facetten von dem her.
00:30:15: ich glaube die was sich am meisten als Veränderung um auf deine eigentliche Frage zurück zu kommen.
00:30:22: Als Veränderungen am meisten erlebe ist Veränderungsfähigkeit und einzelne Kompetenzen waren die Hauptthemen in der Haar-Eierwelt.
00:30:38: Insbesondere wenn es um Personalentwicklung ging, zumindest das waren die Themen, die mich am meisten begleitet haben.
00:30:46: und jetzt mittlerweile merke ich, wenn wir über Veränderungsfähigkeit sprechen dann müssen wir einen sehr psychologischen Blick drauf haben.
00:30:56: Fast schon Anpassungsfähigkeiten vielleicht auch?
00:30:59: Genau, genau!
00:31:00: Mittlerweile gibt es auch Organisationsentwicklungsmodelle die den Blick auf die Organisation auch als ihr Organismus haben und weniger als ein Mechanismus, ein mechanisches System.
00:31:14: Es wird immer mehr zu einem organischen System.
00:31:18: Und um ein kleines Beispiel aus meinem Alltag zu erzählen – Die Veränderung, die ich beobachte ist von der WHO die Definition von Gesundheit.
00:31:38: Die ist nicht immer so gewesen wie heute.
00:31:40: Jetzt mittlerweile unterscheiden wir zwischen Krankheitsförderung und Gesundheitsförderungen, und das sind verschiedene Systeme.
00:31:48: Krankheitsörderung ist pathologisch, Pathologie also Krankenhäuser.
00:31:53: Wenn wir krank sind dann gehen wir zu Ärzten, Therapeuten Und das sind klinisch-medizinisch ausgebildete Kräfte, denen wir uns anvertrauen.
00:32:03: Dann gibt es den ganzen Gesundheitsförterungsbereich.
00:32:07: In der Psychologie ist es dann positive Psychologie oder Resilienzforschung mittlerweile, wie es heißt.
00:32:12: Und das sind auch tägliche psychohygene Kompetenzen und Faktoren oder auch Unterstützer Coaches wenn man so möchte die so ausgebildet sind um die Richtung Salutogenese gehen.
00:32:26: Das wirft ja schon wieder mehrere Dimensionen auf.
00:32:29: was eigentlich Gesundheit sein soll wie es definiert ist formal Und das diskutieren wir natürlich im Studienumfeld mit den Studierenden.
00:32:40: Was ich sehr gerne mache ist, ich frage zuerst – was ist denn für euch eigentlich Gesundheit?
00:32:46: Wie fühlt sich Gesundheit an?
00:32:48: Dann sammeln wir auf der Tafel die Begriffe, die Assoziationen, die mit Gesundheitsgefühl einhergehen und meistens kommen Themen auf wie wenn ich keine Termindruck habe oder Wenn ich abends am liebsten im Bett liege, wenn ich was tolles esse.
00:33:13: Alles.
00:33:14: wenn dann überlege und wenn wir uns danach die formale Definition anschauen von der WHO.
00:33:23: Gesundheit ist die Gesamtheit der Geistigen, der Physiologischen und der Sozialen wohlbefinden Individuen.
00:33:39: Und das müssen wir dann ausklammern, was eigentlich Krankheit bedeutet?
00:33:43: Da merken wir erst Mensch.
00:33:45: ich versuche jetzt nochmal die Frage zu beantworten mit dem neuen Wissen Was ist denn also Gesundheit für mich?
00:33:51: wie fühlt sich das an?
00:33:53: und dann gehen wir auf die Suche nach diesen wohlbefindenden Situation oder erleben in uns selbst meine Güte oftmals stellen wir in diesem studentischen Kreisenfest nicht.
00:34:05: die meisten können sich an die positiven Momente im Alter geinnern.
00:34:12: Weil sie gerade vermutlich, dass das wäre die These dahinter gestresst sind, weil Sie im Studium sitzen.
00:34:18: und bei uns haben wir duales Studium.
00:34:20: praxisintegriert bedeutet man arbeitet während man studiert also noch herausfordernd da eine Doppelbelastung.
00:34:27: Man lernt es schonlieren ja.
00:34:30: Das sind die konkreten Beobachtungen, sehr präsent im Kopf habe jetzt gerade.
00:34:37: Du hast vorhin auch von deinen Kindern gesprochen und du erlebst ja die Arbeitswelt so verändert, ne?
00:34:43: Da würde mich auch interessieren wie du das erlebst.
00:34:48: Ja also bei den eigenen Kindern erlebe ich dass sie je nach Alter sind ja von acht aufwärts bis jetzt fünfzehn sich ganz unterschiedlich mit dem Thema Gesundheit bei sich selbst beschäftigen aber schon glaube lernen sich da zu reflektieren, zu verstehen.
00:35:07: Also Traurigkeit auch äußern ja sogar oder Wut und so war ganz anders als wir Erwachsene vielleicht.
00:35:14: Wir fressen es in uns hinein das tun Kinder schon mal gar nicht.
00:35:17: aber man merkt auch je älter man wird oder die Kinder auch umso mehr reflektiert man auch die Reaktionen der anderen.
00:35:26: Und dann passiert aus meiner Sicht folgendes dass man dann sich zurückhält schaut was kommt noch gut an wo kann ich noch welche Emotionen zeigen?
00:35:34: Ich glaube, dass so ein bisschen eine Tendenz dazu ist, dass man das verlernt im Alltag.
00:35:38: Also Emotionen nicht nur zu zeigen, ich glaube es fast eine Akzeptanz, das wird irgendwie alle sagen ja das stimmt ne?
00:35:46: Je älter ich werde umso mehr versuche eigentlich meine Emotion in den Griff zu haben aber auch sogar was du auch meintest, dass Man verlerne diese zu benennen also dass man als Kind sogar noch besser könnte oder kann.
00:35:58: allein durch die Emotions Ausdrücke tut man das ja man hat doch nicht das Wort dafür.
00:36:04: Und das glaube ich, das lässt nach.
00:36:05: und ich glaube je mehr man so in so einem System ist wie zum Beispiel der Arbeitswelt fängt mal mit sechzehn an zu arbeiten arbeitet irgendwo.
00:36:12: Ich sage meiner Behörde dann merkt man dass man auch wenigen Jahren schon als Außenstehender was macht mit den Menschen?
00:36:20: Wie sie sich äußern, wie Sie sich selbst wahrnehmen... Das ist das eine und das andere ist generell auf die Betrachtung der Arbeits Welt.
00:36:28: Wir sehen es ja auch ein organisches System, die die Organisation und genauso wie du das gesagt hast nach der WHO definieren wir auch die Gesundheit einer Organisation.
00:36:42: Und da ist es dann für mich jetzt sehr spannend von dir zu hören dass es viele wenn es um Gesundheit geht erstmal diese Rahmenbedingungen beschreiben.
00:36:51: also für mich ist gesundheit ich fühle mich gesund wenn zum Beispiel eine Leistungsdruckerringe oder so und dies und jenes aber die eigentlichen Gesundheitszustand zu beschreiben.
00:37:02: Erstmal gar nicht, ja es ist ja das Witz hier jetzt auch daran was du als Beispiel genannt hast, gar nicht so sehr sofort in den Sinn kommt.
00:37:10: Eigentlich müsste man ja sagen ich fühle mich irgendwie erschöpft oder ich habe diese und jene Beschwerden im sozialen Bereich.
00:37:18: ist es der Konflikt vielleicht mit bestimmten Personen oder so der mir da sofort in einen Sinn kommt ne?
00:37:24: Und umgekehrt würde das bedeuten wenn ich mich gesund fühle dann bin nicht erschöpft oder habe eine Ressource, die das Umgekehrte beschreibt.
00:37:32: Oder ich fühle mich körperlich gesund... ...oder ich habe ein super Verhältnis zu meinen Kolleginnen.
00:37:39: Das wäre dann so umgekehrt die positive Beschreibung.
00:37:43: Das nehme ich wahr dass es sicherlich vielen schwerer fällt als früher zumindest oder dass das mit dem Alter einfach so erwächst.
00:37:53: und da ist es schön so aus meiner Arbeit, Organisationen zu begleiten und zu sehen wie sich das auch ändern kann.
00:38:00: Weil definitiv kann man das wieder lernen.
00:38:02: Man kann es auch wieder zurückführen.
00:38:04: Und ich glaube da überschneiden sich unsere Arbeiten ja auch dann insofern als dass wir diese Zustände versuchen zu erheben.
00:38:13: Dann auch genauso wie du das auch gesagt hast so mit Lösungsorientiert heranzugehen.
00:38:18: Du hast das so schön beschrieben gerade mit Vorfreude eigentlich entscheiden zu können.
00:38:22: Das hat wirklich gesessen grade Weil am Ende ist es ja, ich will ja irgendwie einen Zustand haben.
00:38:28: Ich will ihn verbessern und eine Prognose auch haben.
00:38:31: Das heißt, ich muss den positiven Zustand mir auch irgendwo zumindest herbeiführen bildlich oder als Individuum bildlich aber auch als Organisationen.
00:38:43: Und dafür brauche ich ein Ziel ganz konkretes mit einer Vorstellung davon wie das Idealbild aussehen kann und dann kann ich mich auch dahingehend entwickeln Und das kann ich als Organisation genauso wie als Individuum.
00:38:56: Spannend finde ich halt immer diese Vorstellung davon, als Organisation wirklich als organisches System zu betrachten was ja ganz viele Individuen beinhaltet und genau so eigentlich auch behandelt werden muss.
00:39:11: Aber das sind so meine Gedanken jetzt gerade dazu.
00:39:17: Finde ich auf jeden Fall total spannendes Thema.
00:39:20: generell Und auch bei jedem Individuum mal so für sich das zu reflektieren und schauen, wo stehe ich da eigentlich?
00:39:27: Halt ich für enorm wichtig.
00:39:29: Und vielleicht noch als letztes gibt ja unglaublich viele Studien dazu was die Gesundheitskompetenz der Menschen betrifft, die ja gemessen sehr stark nachgelassen hat in den letzten Jahren Jahrzehnten.
00:39:42: Das ist etwas und du hast es gerade gesagt, dass aus meiner Sicht genauso das Wichtigste überhaupt wie wenn wir in die Zukunft schauen dass wir uns hier darauf gefasst machen, was da kommt und dass wir aber auch positiv nach vorne schauen können.
00:39:59: Weil wir wissen wie es geht.
00:40:00: Wie das positive Bild aussieht sag ich mal so.
00:40:03: Und da arbeiten wir natürlich gegen eine Welle die da immer wiederkommt tagtäglich mit schlechten Nachrichten und allem Möglichen, was das alles ist.
00:40:11: Das ist schon natürlich... Man hat manchmal das Gefühl des Sisyphus-Arbeit, aber intrinsisch motivierte wie du oder ich, die lassen dahin je nach.
00:40:19: Sag' ich mal sowas!
00:40:21: So ist das.
00:40:22: Das hat eine größere Bedeutung und ich beobachte ja schon seit Jahrzehnt zwanzig vierundzwanzig Ende, da habe ich mich tatsächlich gewagt selbstständig zu machen mit diesem neuen Modell.
00:40:38: Und da ist mir die Spexa direkt angezeigt worden bei meiner Recherche aufgrund eurer Forschungsarbeit – die Dreijährige auch präsentiert und ich war extrem, das war Seelenfutter für mich.
00:40:56: Damals auch eine sehr schwierige erste Kundenakquisezeit als frische Unternehmensberaterin die versucht daraus ein Unternehmen zu machen auf dem Markt unterwegs war und dann festgestellt hat, Mensch aber es gibt so viele Gleichgesinnte.
00:41:13: Und sogar die Spexer, die da mit extrem viel Ressourcen und Zeit und Forschung rangegangen ist und sogar ein Institut dahinter hat.
00:41:23: Auch die Aufschlüsselung zwischen Präsentismus und Absentismus – das war beflügelnd muss ich sagen!
00:41:32: Ich bin ja auch selber Erhörerin von dem Podcast dass meine Möglichkeit ist, im Alltag das Thema weiterhin präsent zu halten.
00:41:41: Spannend ist jetzt nächste Woche Donnerstag hatte ich eigentlich mit auch Gleichgesinnten unter anderem Firmen aus Köln und auch hier Sportverein-Unternehmensnetzwerke viele verschiedene Köpfe die aus verschiedenen Perspektiven auf das Thema Gesundheit in der Wirtschaft schauen.
00:42:06: Wir haben uns zusammengetan und wollten einen schönen Netzwerkabend mit verschiedenen Impulsvorträgen, mit der Weitermotivation aber auch psychische Gefährdungsanalyse.
00:42:18: Und Gräfsprävention solche Themen umreißen.
00:42:21: Und wir haben gestern nach unserer letzten Rücksprache den Termin abgesagt.
00:42:29: Da haben wir uns überlegt Der Grund war zu wenige Anmeldungen.
00:42:35: Wir haben uns auch überlegt, Gesundheit scheint wirkt jetzt durch diese jüngste Erfahrung nach wie vor nach einem Luxus-Thema für Unternehmen.
00:42:44: Da kann ich mich in die mehr Kollegen von anderen Firmen und Organisationen sehr gut hineinversetzen.
00:42:52: Zumindest projiziere ich mich schon mal dahin.
00:42:55: Ich habe aktuell auch Situationen wo mein Alltag sehr herausfordernd ist und die Termine aufeinander kommen.
00:43:02: Und kaum vor Zeit dazwischen.
00:43:04: Nacharbeit, Vorarbeit ist eine Sache von Luxus und strategisch denken und trotzdem praktikabel sein Maßnahmen ebenen denken.
00:43:14: Ich glaube diesen Spagat machen wir überwiegend alle von uns die Geistesarbeit irgendwo machen.
00:43:22: Und ich denke da passiert es sehr oft dass wir wohlbefindende Themen nach hinten schrauben nach unten priorisieren.
00:43:33: Jetzt Augen zu und durch diese Haltung, ich sehe das auch global leistungsorientiertes Arbeiten und auch wirklich hochperformante Branchen davon leben dass man sich ja dass man lernt über Grenzen hinauszuwachsen aber auf eine problemvermeidende angstschürfende Art und Weise.
00:44:00: Und ich denke, da kommt es mich ungefähr, dass man solche Termine beispielsweise absagt.
00:44:06: Weil man keine Zeit dafür hat oder ich gehe nicht ins Fitnessstudio, ich habe keine Zeit oder ich hab' mich in letzter Zeit überhaupt nicht mehr um mich gekümmert.
00:44:16: einfach keine Zeit!
00:44:16: Ich hab zu viel zu tun und diese Priorität erstmal mich um mich kümmern auf ein gewisses Level sein und dann richtig loslegen wirkt oftmals und da muss ich auch selber zugeben.
00:44:33: So als wäre das zu viel
00:44:34: Luxus.".
00:44:36: Ja, also du sprichst einen ganz wichtigen Punkt an der uns auch tagtäglich begleitet wenn wir mit Interessenten sprechen die dann vielleicht sogar in der Organisation das Thema treiben nach vorne bringen wollen und selbst für sich das auch verstanden haben dass es eben nicht nur so ein Wohlfühlfaktor ist sondern etwas was eine hohe Priorität haben sollte weil sie's aus der eigenen Motivation so sehen oder sogar weil sie verstanden haben, dass es natürlich einen Riesen-Einfluss auch auf das Unternehmensergebnis hat am Ende.
00:45:10: Was wir mittlerweile ja sogar messen können.
00:45:11: aber, worauf ich hinaus will ist, dass sich das, ich sag mal gerade diese keine Priorität besitzen sozusagen.
00:45:23: Wohlbefinden hat keine Prioritäten bei uns und was wir da alles schon gehört haben.
00:45:28: Gesundheit ist für uns kein Thema.
00:45:31: So ein Spruch, ich sage mal nicht wortwörtlich vielleicht, aber frage ich mich... Was genau hat man dann noch nicht so verstanden?
00:45:40: Und das ist das... Hörer wissen das, ich komme ursprünglich aus dem Leistungssport und ich glaube alle die aus dem Leistungssport kommen, die Wissen gesundheit und Leistungen hängen zusammen.
00:45:49: ansonsten weil du kannst ohne Gesundheit deinen Leistungen nicht erbringen!
00:45:54: Dass dafür bestimmte Rahmenbedingungen wichtig sind damit dich überhaupt zum Hochleistung Sportler werden kann, weiß auch jeder.
00:46:02: Und ich glaube wenn man so simple Gedanken mal überträgt Auch in der Prävention zum Beispiel zu denken naja Du kannst handeln wenn du, ich sag mal deine Zähne alle rausgenommen werden müssen oder du gehst regelmäßig zur Vorsorge Oder du kannst handelen bevor du irgendwie einen großen Bandscheiben vorverlasst.
00:46:16: also alles was so individuelle Themen sind in der prävention aber auch in diesem Gesamtverständnis Gesundheit und Leistung zwei Seiten derselben Medaille so nennen wir das.
00:46:25: Wenn man das mal Wenn man das mal einfach so hört und versteht, ja klar ist logisch.
00:46:31: Dann ist es trotzdem immer noch eine Herausforderung auf den Unternehmens- oder auf den Organisationskontext zu übertragen.
00:46:38: Und wenn wir dann über Wohlbefinden sprechen und da sagt jeder Chef, na klar kann ich mir vorstellen, wenn die Menschen sich wohler fühlen?
00:46:45: Ist bei mir selber auch!
00:46:46: Dann kann ich meine Arbeit besser machen.
00:46:50: In der Produktion am Band sagen dann manche so ach... Ist doch auch egal, wenn die dann am Band stehen.
00:46:55: Ob sie sich jetzt gut fühlen oder schlecht fühlen?
00:46:56: Die machen Akkordarbeit und am Ende haben wir das gleiche Ergebnis.
00:47:01: Nein!
00:47:01: Auch in der Logistik kannst du verschiedene Dinge falsch machen.
00:47:04: Am Ende kommen Retouren, es kostet dich ein Heidengeld weil die Menschen einfach nicht aufnahmefähig waren und sonstige... Diese Dinge kann man alle erklären Aber es gibt glaube ich so viele Vorstellungen davon Oder sagen wir mal fehlende Vorstellung davon wie diese Dinge eigentlich zusammenhängen.
00:47:18: Und dass ist das was wir Wenn du das vor drei Jahren das erste Mal aufgenommen hast, so von uns.
00:47:22: Das ist das was wir wirklich tagtäglich versuchen über unsere Instrumente ja einerseits aber auch natürlich über die vielen Aktionen den Netzwerken etc.
00:47:31: verständlich zu machen wie diese Dinge zusammenhängt.
00:47:34: und eines ist uns relativ früh klar geworden oder es war eigentlich unser Kernansatz des Business Health Index auch es abzubilden in messbare Fakten in Kennzahlen.
00:47:47: Natürlich reicht das am Ende nicht aus, wenn du was verändern willst.
00:47:50: So wie du es schön gesagt hast vorhin nach vorne schauen prognosen und so weiter.
00:47:54: Das gehört dann dazu und auch Empfehlungen zu erhalten.
00:47:57: ja Was soll ich denn jetzt tun auch als Führungskraft?
00:48:00: Ich möchte ja dass sich das hier verändert hört man doch ständig.
00:48:03: aber Dann wird man mit irgendwelchen des Sports zugeschmissen und versteht nicht die relevanten Themen dahinter sondern Ja was genau soll es mir jetzt sagen und was soll ich vor allem tun?
00:48:12: Und ich glaube ein ganz entscheidender punkt ist dass wir diese Zusammenhänge Wie sehr?
00:48:19: Nicht nur im Hinblick auf Fehlzeiten, das ist ja die Sau, die ständig durchs Dorf getrieben wird.
00:48:23: Sondern viel früher anzusetzen... Ich sag mal immer, aber... Deiner Leute sind regelmäßig bei der Arbeit.
00:48:30: Warum kümmerst du dich um die fünf Prozent oder willst es erstmal verstehen was mit denen los ist?
00:48:36: Du nimmst sie am Ende sowieso mit!
00:48:38: Die fünf Prozent.
00:48:39: Weil die profitieren auch davon wenn du dich kümmerst bzw verstehst was damit denen los isst wie es ihnen geht und was das für eine Auswirkung hat auf ihre Leistung.
00:48:52: Denn das, um den Bogen nochmal zu schlagen ist die wichtigste Erkenntnis, die wir alle haben müssen... Wir unter uns, die sich mit den Themen beschäftigen dürfen... Das hört sich blöd an!
00:49:05: ...dürfen über wohlbefinden reden und dürfen auch über Well-Being sprechen und über healthy Themen
00:49:11: usw.,
00:49:12: aber was am Ende entscheidert Bewegt etwas zu tun ist das nicht.
00:49:18: Also Gesundheit ist nicht das Ziel für eine Organisation, sondern die entsprechende Leistungskraft, die dahinter steckt und die Basis dafür ist Gesundheit.
00:49:29: Sondern wie ist der Zustand hinsichtlich meiner Leistungsfähigkeit?
00:49:33: Der Leistungsbereitschaft meines Menschen muss abgebildet werden.
00:49:38: Das muss die Aussagen sozusagen dominieren, die wir treffen über all die in dem Bereich arbeiten.
00:49:48: Und dann findet man zumindest schon einmal Gehör.
00:49:51: und dann ist diese Kette, ich sage mal rein logisch nachvollziehbar okay das Gesundheit die Basis für die Leistung ok?
00:49:57: Dann ja das verstehe ich und dann sind bestimmte Rahmenbedingungen dafür nötig.
00:50:00: Okay!
00:50:01: Und dann ist eine Individuum auch natürlich und so.
00:50:04: aber am Ende geht es um was anderes und dass ist auch das was man nachweisen muss.
00:50:07: dass man da erfolgreich ist sag' ich mal so Wir schaffen das mit dem System ja nicht alleine, wir haben alle die Mitwirken sozusagen dass das eigentlich lebendig wird.
00:50:22: Also wir nennen das immer Daten und Dialog.
00:50:24: also es ist wichtig eine gute Grundlage zu haben Entscheidungsgrundlage zu habe aber auch die relevanten Faktoren zu sehen.
00:50:29: Aber dann geht's darum etwas in die Bewegung zu setzen und da sind diese spannenden Berührungspunkte auch unsere Arbeit bzw der Arbeit generell mit allen internen Unternehmen die sich darum kümmern und auch extern beratend tätig sind, dass sie dann Unterstützung leisten entweder Führungskräfte dabei zu unterstützen.
00:50:50: Dass Sie für sich selber sorgen, dass Sie aber auch verstehen wie es geht eigentlich meinen Kollegen und Kollegen was kann ich da verändern?
00:50:56: Was kann ich auch nicht verändern!
00:50:57: Was muss ich mal mit der woanders in Leitung besprechen
00:51:00: etc.,
00:51:01: Aber auch den einzelnen Menschen sozusagen Rüstzeug an die Hand zu geben so wie du das auch sagtest.
00:51:07: Und das ist ein organ.
00:51:08: Das ist ein lebendiges Organ und das ändert sich teilweise, ich würde nicht sagen stündlich täglich aber es verändert sich halt regelmäßig und wenn man das nicht beobachtet und auch nicht ausdrücken kann dann sind wir wieder bei mir die Videom Dann habe ich die ganz große Grundlage eigentlich schon verpasst weil dann kann Ich auch nichts ins positive verändern bzw.. Ich muss wissen wie's eigentlich überhaupt aussieht.
00:51:30: und das sind so.
00:51:32: jetzt meine etwas längere Ausführungen, eine Five Sense wie man so schön sagt zu diesem Thema.
00:51:37: Aber aus meiner Sicht ein ganz entscheidender Faktor liegt auch darin der Beschreibung der Lage sozusagen oder der Verwendung von Begrifflichkeiten usw.
00:51:50: Bei den fünf Prozent die fehlen und dass man sich eher darauf konzentriert hat bei mir direkt eingeschlagen.
00:52:02: mein Morgen beginnt damit das ich in unserem mittlerweile Zeit der Fassungssysteme reinschauen, okay wer hat was beantragt?
00:52:11: Home Office Remote Arbeit.
00:52:14: Wer hat sich krank eingetragen und so und dann gibt es natürlich auch ein Dashboard, das zeigt so und so viel Prozent einer Belegschaft ist da.
00:52:23: Da hat man irgendwann den Bauchgefühl entwickelt.
00:52:25: aber wenn's dann ein bisschen Ausreißer-Perioden gibt ohne Erklärung oder vorhersehbarkeit ja konzentriert man sich mit allen, was man da hat.
00:52:38: Für die drei Minuten, die man auch zur Verfügung hatte.
00:52:41: Woran hats gelegen?
00:52:42: und dann rattt das schon?
00:52:43: Ach Mensch, letztes Jahr ist das und das passiert vielleicht als ja nicht schön gewesen diese Erfahrung.
00:52:48: Da muss ich aufpassen es ist ein neuer Kollege neue Kollegin oder wie war denn das Onboarding?
00:52:54: und so also das Rominieren oder dieses starke Verkopf sein ist eigentlich auch kein Gesundheitszustand.
00:53:02: Es ist ein wichtiger Analysezustand und das hat mich direkt darauf gebracht, was wir in Richtung Black Box und das Individuum auch noch mal weiter adressieren.
00:53:13: Zumindest aktuell für mich in meinem studentischen Umfeld.
00:53:19: es gibt einen Ansatz im Coaching-Bereich und das ist der hypnosystemische Coachingansatz Und die Hypnotherapie ist ein Teil davon also systemische Betrachtung.
00:53:29: ich denke viele Hörer werden sich damit auskennen.
00:53:32: Die Hypnotherapie ist ein älterer Ansatz aus der Therapie und möchte jetzt weniger darauf aus, dass man Menschen hypnotisieren und manipulieren kann.
00:53:41: Sondern eher welche Effektsysteme greifen denn in uns?
00:53:45: Welche Neuromechanismen haben wir in den Sechzigern schon als Anhaltspunkt gehabt in der Psychologie?
00:53:55: Und dort gibt es eine Annahme, die zieht sich gerade auch so ein bisschen durch in mein Alltag.
00:54:00: In meinen Beobachtungen und zwar dass der Mensch sich selber in Problemtrons versetzt.
00:54:07: das passiert automatisch.
00:54:08: Schutzinstinkt greift oder Schutz mechanismus greift verschiedene Schutzmechanismen.
00:54:14: unser Kleinhirn ist ja unser rudimentärer Gehirnteil der von Anfang an entwickelt ist die Außenareale im Gehirn, das bestücken wir mit Software wenn man so möchte.
00:54:30: denn diese Hardware.
00:54:31: Im Laufe unseres Lebens also da wird es immer in meiner Assoziatür war.
00:54:37: viele verschiedene Verknüpfungen werden gemacht.
00:54:39: Das klein Hirn kommt mit sehr vielen epigenetischen Informationen schon zur Welt und wenn das dort greift und der Kontrollmechanismus beginnt ja dann versetzen wir uns automatisch in ein Problemtranszustand, heißt es.
00:54:57: Und dieser Problemtrans führt uns dazu, dass wir uns auf das Problemfeld konzentrieren.
00:55:04: Also unsere Aufmerksamkeit ist automatisch dort und wir sehen die Themen drum herum, die damit einhergehen also fast schon wie selektive Wahrnehmung von der Begrifflichkeit her.
00:55:18: Wie beispielsweise hier eine Krankheit gemeldet worden, dann zwei Stunden später geht ein Kollege meldet sich ab und dann zwei Tage später weiß ich nicht längere AOBs die Arbeits- und Fähigkeitsbescheinigung, die eingereicht werden.
00:55:36: Und dann kann es sein dass obwohl andere Dinge im Laufe des Führungsalltags passiert sind die Ausblick geben ach Mensch da reicht mir ja doch die neue Strategie das wird schon.
00:55:48: stattdessen wenn ich das sammle auch Trägerpunkt in dem Moment habe, dann sammle ich diese Information und sehe nur noch diese Information.
00:55:56: Unser Gehirn kann ja auch Muster so schön erkennen.
00:55:59: Gleichzeitig können wir uns selbst täuschen und was wir verzehrt wahrnehmen, können wir wenn unser Selbst nicht genug Kapazität in unserem Gehirnt bekommt und die Reflexions-Möglichkeit, dann merken wir nicht mal dass wir gerade verzehrt wahrnehmen?
00:56:21: Ich stelle mir gerade den Geschäftsführer einer Organisation vor, der im Prinzip genau so in diesem... wo genau dieser Schutzinstink grade greift.
00:56:35: Dass er die Probleme sieht, er sieht Fehlzeiten und hört vielleicht.
00:56:42: Die Menschen sind nicht mehr leistungsbereit, sie ist nur noch faul weil wir ja leider sehr viel darüber sprechen.
00:56:51: die Menschen, die nicht da sind und die Menschen vielleicht keine Lust haben.
00:56:54: Man sieht auch oftmals ja Vermutungen.
00:56:57: Die eigenen Muster, die dann so erkannt werden ... Das ist genau diese selektive Wahrnehmung von der Gesprächs- ... Ja man kennt den Herrn Meier Müller-Schmidt.
00:57:06: Der ist eine faule Socke.
00:57:08: Dann hat man schon das Thema quasi erklärt.
00:57:11: Dazu kommt noch, dass man weiß, man hat vielleicht auch gerade eine schwierige Situation zu lösen.
00:57:16: Also... Sind DIE Schuld!
00:57:19: Weil wenn die da wären und sich ein bisschen mehr anstrengen würden, dann wird das hier mit uns schon wieder laufen.
00:57:25: Aber dass man sich nicht so offen damit beschäftigt, so klar damit beschäftigen kann vielleicht auch... Hast du das psychologisch finde ich schön erklärt?
00:57:35: Das ist mit Sicherheit auch einer der Gründe glaube ich wirklich!
00:57:38: dass man nämlich nicht zulässt zu sagen, okay wie sieht eigentlich die wirkliche objektive Faktenlage aus.
00:57:43: Sind wirklich alle faul?
00:57:45: Haben wir hier nur Meyer Müller-Schmitz?
00:57:47: Naja, wir haben jetzt fünf, sechs, sieben Prozent Fehlzeilen aber wir haben auch dreieinundzig Prozent.
00:57:52: die sind ja hier regelmäßig da.
00:57:53: Wie kriegen wir denn das jetzt hin und vor allen Dingen wo sind wir eigentlich so als Organisation also ich als verantwortlicher oberste Leitung mit meinen wie auch immer verantwortlich dafür Dass dort die Leistung überhaupt erbracht werden kann?
00:58:07: Also Schaffen wir denn wirklich die Rahmenbedingungen?
00:58:10: Oder müssen wir da auch mal vielleicht wirklich hingucken und ehrlich zu uns sein.
00:58:16: Und tatsächlich ist das ein gewisser Mut, den man da braucht auch, eine gewisse Ehrlichkeit sich gegenüber aufzuhaben.
00:58:25: Und die, die das wirklich machen, die merken dass das eine Verbesserung erzeugt, die sie ansonsten nie erzeugte hätten Und ich wünsche mir immer mehr noch, dass auch wirklich die Geschäftsführer, die solche Dinge initiieren, die wirklich ernsthaft sich mit sich beschäftigen und ihre Organisation wirklich nicht Alibi betreiben dann in der Gesundheitsförderung
00:58:45: etc.,
00:58:47: dass sie noch viel mehr darüber sprechen.
00:58:49: Sie werden nicht belächelt sondern sie würden im Prinzip von einer riesen Belegschaft von allen möglichen würden ja hoffiert und es gibt ja durchaus Beispiele da.
00:58:59: Aber da wünschte ich mir, dass man noch viel mehr darüber spricht und von denen hört.
00:59:03: Und dass sie das nämlich zeigen, dass es auch ihren Beitrag da bedarf.
00:59:10: Ich finde das so passend wie du das psychologisch erklärt hast weil letztendlich sind das natürlich auch Personen die all diese Entscheidungen treffen ob man sich mit den Dingen beschäftigt oder nicht.
00:59:24: Die Entscheide haben natürlich den größten Druck.
00:59:27: wir Führungskräfte wünschen uns Mitarbeiter, Kollegen oder auch eigene Führungskräfte die sehr lösungsorientiert sind.
00:59:35: Die wenig Zeit in energieaufreibende anstrengende Themen investieren sondern Erleichterungen schaffen, Entlastung schaffen.
00:59:43: das wünschen wir uns von der Außenwelt.
00:59:46: Von uns fordern wir es natürlich auch.
00:59:49: aber gerade dieser emotionelle Zustand oder das Effektsystem wenn es greift was passiert denn da eigentlich?
00:59:56: Wir haben ein Problem erleben und wir sorgen jetzt gerade dafür, dass wir überall die gleichen Muster entdecken.
01:00:04: Okay ich bin grade im Sog!
01:00:07: Und da ist es einen riesen Spagat.
01:00:10: in das nächste Gespräch mit den betroffenen Personen reinzugehen und ein ganz anderes Gesicht aufzusetzen oder ein anderes Gemüt Das muss man erst mal überhaupt beherrschen.
01:00:21: Ich glaube, viele die über Jahrzehnte Führungserfahrung gesammelt haben kriegen diesen Spagat irgendwann leicht dahin.
01:00:28: so zumindest meine Beobachtung.
01:00:31: aber je tiefer die Ängste und Sorgen... das sind ja sehr persönliche Ängsten und Sorgesitzen, desto schwerer ist dann dieses Spagate.
01:00:41: im schlimmsten Fall zeige ich ihnen auf eine implizierte Art und Weise, dass sich nicht angetanen bin von ihnen.
01:00:47: Und das ich nicht finde, dass sie gut sind und dass ich nicht find', dass sie klug und schlau und toll und die Dinge reißen können, sondern ich bin gerade sehr
01:00:57: kritisch.".
01:00:58: Du musst mir das jetzt schon beweisen!
01:01:00: Das kann die Botschaft sein.
01:01:03: Und was passiert wenn die Person das mitnimmt?
01:01:06: Je nachdem wie die Person drauf ist, das kann übertragen werden So wie Genen übertragen werden kann, könnten Grundstöpfe im Moment übertragend werden.
01:01:14: Und dann zack!
01:01:15: Man hat genau das gemacht was man eigentlich über das Gegenteil von dem was man gewollt hat oder sich von der Belegschaft wünscht oder von den Kollegen und gerade Führungskräfte die entscheiden.
01:01:30: diejenigen die den größten Druck spüren sind leider auch diejenigen das merke ich am eigenen Leib die den größten Optimismus brauchen, nicht im Sinne von positives Denken bis es krank macht.
01:01:47: Sondern Neugier, Explorieren.
01:01:51: Trotzdem noch die These im Kopf behalten... Ich bin ja ein Individuum und ich könnte immer falsch liegen.
01:01:58: Meine Wahrnehmungen sind auch verzerrt!
01:02:00: Ich habe viel Erfahrung und das kann mir im Fersen liegen.
01:02:04: Meiner Erfahrung kann mir was Falsches sagen weil die neue Situation ist immer neu.
01:02:09: da muss ich mehr Zeit geben.
01:02:10: Ich gebe dem Menschen lieber eine Chance als den Erfahrungswert, die ich habe und als Organismus sich gegen sich selbst zu
01:02:21: halten.".
01:02:22: Also mein Bauchgefühl sagt mir gerade, die Leute wollen dich!
01:02:27: Ich vertraue ihnen.
01:02:28: Ich möchte bestimmte Fragen stellen.
01:02:31: Also hast du denn gemacht gestern den ganzen Tag?
01:02:34: Kommt dann sofort raus ne?
01:02:36: Stattdessen runterzuschlucken, manchmal ist es auch unter Schlücken.
01:02:41: Und dann irgendwie zu sagen hey ich spüre gerade wirklich... Es ist herausfordernd für mich und ich merke, ich möchte verstehen was ist denn gestern alles passiert?
01:02:54: können wir gemeinsam Entscheidungen treffen?
01:02:55: erzählen mir doch mal wie du das erlebst eröffnet uns vielleicht andere Türen und Chancen.
01:03:03: Das, was ich predige nicht.
01:03:04: Dass man mich falsch versteht hier an der Stelle ist für mich tagtäglich die größte Herausforderung und auch zwischendurch denke ich mir hast du da nicht so viel gesteuert zu wenig gesteuerd?
01:03:14: Hast du dann nicht zu wenig Fragen gestellt?
01:03:18: aber auch das sind die eigenen Unsicherheiten die greifen.
01:03:21: also worauf ich im Grunde am Ende des Tages hinaus will.
01:03:24: Ich merke auch theoretisch und praktisch am eigenen Leib dass verantwortungsvollere Aufgaben, komplexere Aufgabenbereiche erfordern dass man als Mensch erstens gut mit sich selbst ist eine hohe Selbstkompetenz legt und gleichzeitig auch die Tür und den Rahmen öffnet für andere die für einarbeiten oder mittein arbeiten.
01:03:55: Auch einen ähnlichen Kompetenzbereich zu eröffnen oder auch die Reflexionsplattformen zu bieten.
01:04:04: Ja, ich finde eine Abgrenzung wichtig, die mir jetzt gerade im Kopf kommt.
01:04:17: Führungskräfte können ja – was ist das auch beschrieben?
01:04:21: Arbeitsbedingungen beeinflussen, sie können die Kommunikation beeinflussend, sie kann Prioritäten setzen und verändern und die Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden usw.
01:04:33: Sie sind aber ja erstmal, in den meisten Fällen zumindest nicht keine Therapeuten so.
01:04:39: Und sie sind vielleicht auch nicht ausgebildet diesen Bereichen und wie wir schon gesagt haben, vielleicht auch sich entwickelt in der Richtung wo man das dann vielleicht sogar auch was man ursprünglich mal hatte, vielleicht besessen hat oder nicht mehr oder verlernt haben.
01:04:52: Ist mal ein Beispiel vielleicht aus der IT?
01:04:55: Dann ist jemand super IT da gewesen, hat alle möglichen Sachen gemacht wird dann irgendwann zur Frühungskraft erkohren so, aber war irgendwie die ganze Zeit nur ganz in anderen Themen unterwegs und kannst du auf ganz viele Bereiche beziehen oder der Arbeitstätigkeiten beziehen.
01:05:14: Aber ohne jetzt darauf weiter einzugehen dass man das auch lernen kann
01:05:17: usw.,
01:05:18: dass es eine extrem wichtige Rolle ist die Führung aber in dieser Sandwich Position ja auch auszuhalten hat und sich selbst kümmern muss Wo würdest du sagen, endet da aus deiner Sicht die Verantwortung einer Führungskraft?
01:05:34: Ich sag mal für die jetzt körperliche mentale Gesundheit der Mitarbeitenden.
01:05:44: Weil sie kann sehr viel initiieren und wir sagen auch immer wieviel auch wirklich möglich ist weil sie eben auch treiber sein kann für Veränderungen.
01:05:53: Kommunikator nach oben wenn man von unten was hört um das mal so in dem Bild zu sein.
01:05:59: Aber was würdest du sagen, wo endet da?
01:06:02: Oder muss vielleicht sogar auch die Verantwortung einer Führungskraft enden im Hinblick jetzt auf ihre reibende Gesundheit oder dem, was möglich ist und so weiter.
01:06:12: Wenn man nicht nur immer, weil man hört ja sehr viel, alles geht über Führungen und Führungsregel, also die ganz klare Schnittstelle – und so sehen wir das auch!
01:06:21: Nur dass man das auch vielleicht nicht falsch versteht.
01:06:27: als Führungskraft oder generell alle, die mit Führungskräften bearbeiten.
01:06:33: Da auch ehrlich bleibt oder klar bleibt würdest du da überhaupt Grenzen ziehen?
01:06:37: Also weißt du was ich meine?
01:06:40: Ich glaube die erlebte Grenze und die idealistische Grenze Und die strukturelle Grenze das sind vielleicht verschiedene Dimensionen Für mich persönlich, die erlebte Grenze gibt es kaum.
01:06:57: Weil dort wo ich in Kontakt trete sozial mit anderen Menschen was ist meine Aufgabe?
01:07:04: auch in meinem privaten auf eine förderliche beziehungsförderliche Art und Weise ehrlich aber wertschätzend verpackt an die Hand zu geben was bei mir vorliegt und dann Einladungen zu machen.
01:07:17: Hey, das liegt bei mir vor.
01:07:19: Das geht mir nicht gut damit.
01:07:21: und wie siehst du das?
01:07:22: Wie möchtest du damit hantieren zu zeigen dass ich eine Partei von mehreren Gesprächspartnern gerade bin oder von... Du bist die Hälfte!
01:07:33: Ich bin die Hölfte.
01:07:34: Ich möchte dir jetzt nicht braum nehmen diese Haltung immer noch zu wahren in zumindest das ist mein persönlicher Anspruch.
01:07:42: es gibt keine Grenzen wenn's um soziale Interaktionen geht.
01:07:47: Manchmal ist die Grenze verschoben, aber das sind erlebte Dinge.
01:07:51: Manchmal isst die Anforderung dass man sogar noch mehr Verantwortung übernimmt für die Emotionen anderer.
01:07:58: Aber auch da sollte es frei sein, jedes Individuum sollte für sich selber entscheiden.
01:08:05: habe ich gerade genug Ressourcen um hier das Zettel in die Hand zu nehmen und nach meinem Gusto das ins positive Zu lenken oder in die Richtung zu lenken?
01:08:17: Informale Führungskräfte in Organisationen werden vermutlich wissen, wie das am besten funktioniert.
01:08:23: Weil sie das täglich bei sich selbst erleben und so einen Talent dafür haben.
01:08:29: Und es ist auch eine strukturelle Geschichte, finde ich, bei gewissen Entscheidern, Personalleitung oder bestimmte Teamleiter zu schauen – wer ist denn eigentlich meine informale Leitung jetzt gerade?
01:08:40: Ändert sich ja auch ständig weil's organisch ist!
01:08:45: sich irgendwie mit diesen Talenten in bestimmte Richtungen zu wagen.
01:08:53: Ich glaube, da fühlt man sich weniger allein.
01:08:57: wenn wir aber von Disziplinärisch sprechen also strukturelle Führungsrolle und was ist eigentlich die Anforderung?
01:09:02: ich habe sehr viele Führungskräfte mir sagen hören das sind alles erwachsene Menschen mit denen ich zusammen arbeite dann möchte ich keine Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.
01:09:12: Das ist nicht der Vertrag, den wir haben und ich komme selber in Teufels Küche wenn das auch noch meine Verantwortung sein soll.
01:09:19: Dass jetzt jeder mit mir zusammenarbeitet sich toll fühlt, wohlfühlt und auch noch super arbeiten kann.
01:09:26: Das müssen Sie mir zeigen dass sie arbeiten können Leistung haben, dass sie verstehen und dass sie auch positive Emotionen zeigen.
01:09:35: Ich verstehe das sehr gut!
01:09:37: Ich denke fordern eine Kultur des Forerns.
01:09:41: Ich glaube, ich ist in Krisenzeiten lückenhaft.
01:09:49: Wenn ich eine Forderung stelle und dann sollte ich ihm gleich einen Zuge – egal ob ich Führungskraft bin oder nicht – gucken sind die Ressourcen auf der anderen Seite da?
01:09:57: Also die ressourcenum überhaupt gerade aufzunehmen!
01:10:00: Ist die Person aufnahmefähig?
01:10:02: Genau.
01:10:02: Ist die Belegschaft größtenteils aufnahmefähig?
01:10:06: Ist Verständnis für das Thema da oder muss man erstmal zehn Schritte nach hinten ja, zurückmachen um zu gucken Sensibilisierung für das Thema.
01:10:17: Wo kommen wir her?
01:10:18: Was wollen die hier überhaupt?
01:10:19: und Missverständnisse und
01:10:21: Selbstverständnisse?".
01:10:23: Und dann auch schauen okay wie verstehe ich denn eigentlich meine Führungsrolle und wie ist mein Führungstil, wie ich das jetzt gerade verstehe?
01:10:30: super schwer zusammenzufassen so wie wenn man erklären möchte wer es denn die IG soll mir auch schwer zu erklären wer die IG ist.
01:10:37: Ich mag dann historisch an.
01:10:39: Gibt's verschiedene Ansätze
01:10:41: Generelle
01:10:42: Selbstaffektion
01:10:42: ist immer schwierig und dann zu beschreiben, welchen Stil man hat noch mehr.
01:10:48: Wobei ich da bin bei so Stilen- und Zusammenfassungen von Kategorien eher... Ich mal denke, jeder ist irgendwie ein Individuum und ist so wie er ist und dann versucht man das natürlich zu ordnen und zu strukturieren
01:11:01: usw.,
01:11:02: aber am Ende ist man immer ein bisschen davon vielleicht auch was ja auch völlig in Ordnung dann am Ende ist.
01:11:07: Ich fand einen Punkt, den du gerade genannt hast sehr, sehr spannend nämlich die informellen Führungskräfte, die ja ganz andere oft sind als eben dann die disciplinarischen und dass man da auch eben versteht welchen Einfluss man da hat.
01:11:21: Und nochmal ein anderen Punkt.
01:11:23: ich sage mal wenn wenn deine Führungskraft so wie du auch grade sagtest sagst ja ich will mich nicht darum kümmern um die Gesundheit es sind erwachsene Menschen müssen das selber.
01:11:34: Eigentlich reicht dann ja ein Blick nur ins Gesetzbuch.
01:11:38: Wo wir jetzt nicht weiter ausführen, du hast vorhin gesagt zur Gefährdungspurteilung psychischer Belastungen gibt es dann eher so vielleicht so ablähende Reaktionen oder okay interessant aber nein müssen wir wollen wir nicht machen und so weiter.
01:11:51: also da gibt's auch andere Ansatzpunkte wie man führungskräftig sagen mal überzeugen kann dass das ein Thema ist.
01:11:58: eigentlich ist es wenn man so will ihr Hauptaufgabe nämlich sich um die Mitarbeitung zu kümmern, denn alle zehn, zwanzig Personen, die nun mal dort von profitieren.
01:12:15: Von den Entscheidungen der Führungskraft und den Rahmenbedingungen, die leisten am Ende die Arbeit und dort kann so viel, es steckt so viel Potenzial.
01:12:24: Und deswegen nochmal zurück zu den Gedanken, Leistung und Gesundheit.
01:12:28: Wenn man das als Führungskraft versteht, dass man da seine eigenen Ziele auch vielleicht besser erreicht dann wird es am Ende nicht irgendwie nur zu so einem nice to have sich da ein bisschen um das Well-Being der Mitarbeitenden zu kümmern.
01:12:39: Und bitte nicht falsch verstehen jetzt geht hier nicht wie ihr's auch mal wieder gehört habt in Ruhrgebiet werden solche Begriffe verwendet.
01:12:45: und das Pempern der Leute Es geht nicht um das Pembern der leute sondern es geht um andere Dinge.
01:12:54: Dann ist das am ende auch glaube ich gar keine frage mehr ob ich es müsste oder sollte sondern ist es einfach selbstverständlich.
01:13:01: Das ist ein teil der arbeit ist wenn nicht sogar der haupteil der führungsarbeit.
01:13:07: Aber und deswegen noch mal die lanze vielführungskräfte aber Die zeit die die energie und alles fehlt eben gerade diesen wichtigen stittstellen der fährungskrifte In den allermeisten organisationen.
01:13:23: sie haben dafür ... nicht die nötige Zeit.
01:13:26: Sie sind in anderen Aufgaben und ... ... fehlt eine Energie, da natürlich auch weil sie selber überlastet sind... ... um dann vielleicht sogar zu sagen so Boah ich werde hier quasi... Ich laufe hier schon am Limit,... ... dann soll ich mich jetzt auch noch an die Anderen kümmern... Dann geht's denen einer besser als mir oder was?
01:13:43: Und ich kümmere mich um mich selber noch nicht mal ausreichend genug!
01:13:46: Also das ist ein echter Konflikt der bei Führungskräften herrscht.
01:13:51: Das ist das, was man auf keinen Fall vergessen darf.
01:13:54: Immer wenn man darüber spricht wie Führungskräfte am Ende eine tragende Rolle haben und machen müssen usw.
01:14:02: Ja sie sitzen da... Absolut!
01:14:03: Ich sag immer wir sitzen alle in einem Boot und wir können den Kapitän auch ja am Ende vor Erschöpfung von Aurelien kippen bringt dann dem ganzen Team nichts ne?
01:14:16: Dann kommen wir auch nicht nach
01:14:20: vorne.
01:14:21: würde mit einem sehr kurzen Satz für mich in meinem Gedächtnis sozusagen das Ganze deklarieren wollen.
01:14:35: Und zwar, Gesundheit ist ein Produktivitätsfaktor.
01:14:40: Gesundheit is definitiv ein Produktiveizfaktoren.
01:14:44: In Zeiten von Produktivitätseinbrüchen, Verlusten oder auch Risiken gibt es zwei Wege der Produktivitätsliege.
01:14:56: Der quantitative Weg und der qualitative Weg, wenn wir uns den quantitativen Weg anschauen dann passiert genau das und zwar keine Zeit.
01:15:05: Seit ist eine wichtige Ressource die es endlich.
01:15:08: Finanzen sind auch richtige Ressourcen die sind endlich.
01:15:11: Wenn wir es also zahlen, mich sich betrachten, merken wir, das verteilen wir so und so.
01:15:17: Und ich weiß ungefähr wieviel ich in einer Stunde schaffe.
01:15:19: Also ungefähr plane ich das So-Zeitmanagement ein Riesenthema.
01:15:25: Wenn wir aber den qualitativen Betrachtungssieg wählen, dann hätten wir die Möglichkeit durch Perspektivwechsel oder auch durch andere Mittel – und das sind manchmal Abwegegemittel – auch ein bisschen zu explorieren?
01:15:39: Okay alles klar!
01:15:41: Ich hätte das nicht für möglich gehalten.
01:15:43: Aber innerhalb von einer Stunde, warum auch immer habe ich die höchste Wirksamkeit.
01:15:47: der Ziel, die ich gedacht hätte und zwar... ...ich hab mich so wie immer gemacht sondern jetzt mal ein Shortcut genommen um zu gucken vielleicht habe ich ja Glück!
01:15:57: Und ganz oft hat man dann kein Glück.
01:15:59: aber man hat auch mal Glück und kann sich vom neuen überzeugen oder kreatives Denken noch zu ermöglichen dort wo wirklich den Eindruck hat, das ist jetzt wirklich fünf nach zwölf.
01:16:14: Es ist schon ... Das Kind ist in Brunnen gefallen!
01:16:17: Jetzt kann kommen was wolle.
01:16:18: wir müssen jetzt ganz große Maßnahmen in die Hand nehmen.
01:16:22: Produktivität im Qualitätssinn könnte aber auch bedeuten mit weniger Input mehr Output zu erzeugen.
01:16:29: wie es aber eben der Weg dahin sein soll muss aber ein anderer sein wird da vielleicht eine Kopfstandübung Und natürlich braucht man einen etwas längeren Zeitraum, vielleicht auch Side-Projects für das Team mittelfristig um was diese neuen Wege angehen durch Exploration Erkenntnisse zu generieren.
01:16:53: Okay also es scheint so dass die Kollegen irgendwelche neuen Talente zeigen die sie mir vorher nicht gezeigt haben oder uns der ganzen Belebenschaft nicht gezeigt habe weil wir jetzt ein ganz anderen Weg gegangen sind und werden Menschen lockerer, optimistischer, explorativer, neugieriger.
01:17:09: Haben sie Vorfreude?
01:17:10: Ist die Motivation jetzt ein bisschen aufgeblüht?
01:17:14: Können wir da drauf aufbauen und diese Stimmung nutzen?
01:17:17: Weil Menschen sind ja keine Maschinen wie unser Benzin ist und sind unsere Emotionen würde ich sagen.
01:17:22: Wenn ich jemanden vertraue wenn ich das Gefühl habe auch wenn ihr gemeinsam untergehen gehen wir unter aber gemeinsam es fühlt sich gut an!
01:17:31: dann werde ich vermutlich auch diese Stimmung weitergeben an Kunden, interne Kunden.
01:17:36: An Vorgesetzte oder auch an mein Team und ich denke es lohnt sich an Emotionen dran zu bleiben oder das Thema Emotion dran zubleiben.
01:17:49: aber wie gesagt also auch jeder hat seine Persönlichkeit und hat seine Limitations.
01:17:55: nicht jeder Mensch ist da so weit aufgestellt mit Gedanken und Erkenntnissen.
01:18:03: Und auch Gehirnschmalz, dass man sagt so heute, so morgen, übermorgen, dreihundertsechzig Grad Drehung Leute.
01:18:14: Sondern das ist auch eine Reise für sich selbst.
01:18:17: Ich meine, dass wir da wieder auf das kulturelle Thema zurückkommen.
01:18:21: ganz wirtschaftlich betrachtet wäre es eine kollektive Haltung einer Arbeitshaltung die wir hätten Erstmal an menschliche, individuelle, emotionale Ressourcen feilen und dann das als Grundstein nehmen.
01:18:38: Fühl ich mich gut?
01:18:39: Also was ist gut, ne?
01:18:41: Hab' ich ansatzweise Vorfreude oder möchte wissen wie es einfach ist?
01:18:45: Okay!
01:18:45: Das reicht mir.
01:18:46: Dann gehe ich da rein.
01:18:48: Weiß ich genau, was ich erreichen will?
01:18:51: Ich würde gerne gut aussehen vor allen anderen weil ich meine Ziele erreicht habe kann ja auch ein Beweggrund sein Ja gut, dann quantifizieren wir das im nächsten Schritt.
01:19:03: Davon haben wir genug Instrumente in der Arbeitswelt und dann los geht's!
01:19:06: Aber das Gefühl nicht vergessen oder Fälle?
01:19:13: Also ich finde es sind ganz tolle Worte im Hinblick auch auf die Zeit um das einfach mal stehen zu lassen Und... Ich hab das Gefühl dass wir nochmal eine Vollsitzung machen.
01:19:30: Dass wir uns noch mal treffen vielleicht genau den Faden da nochmal wieder aufnehmen.
01:19:34: Ich möchte mich erst mal an der Stelle jetzt, Egi ganz herzlich bedanken bei dir für die ganz tollen wirklich spannenden Anregungen hat auch bei mir und ich bin mir ganz sicher über sehr viele Neuerern, sehr viele, ich sag mal Synapsen wieder angespielt und wieder geöffnet.
01:19:55: Ich glaube wir haben über so viele spannende Themen gesprochen heute wie gleichzeitig wir es versuchen zu schaffen, dass Menschen und das auch das System in dem es arbeitet wirklich verstanden wird.
01:20:08: Dass diese Verbindung wichtig ist, wie du gesagt hast Gesundheit ist ein Produktivitätsfaktor ja, dass man das auch für sich als Individuum aber auch als Organisation begreift.
01:20:18: Und dass es eben viele Faktoren gibt die man verändern kann oder ganz bestimmt sogar eine positive Sicht auf diese Dinge gebraucht mit einem Bild, was man sich schafft zu dem Ziel wo man hinarbeitet und bei dem vielleicht etwas uns so alltäglich begegnet im Kleinen wie im Großen immer wieder sagen wir mal so den Blick auch genau darauf richtet.
01:20:43: Das kann man versucht man ja durch Urlaubszeit dann manchmal aber ich glaube die meiste Zeit ist man eben bei der Arbeit dass man dann tatsächlich das da auch tut.
01:20:54: Ich möchte mich wie gesagt nochmal ganz herzlich bei dir bedanken, Egi.
01:20:57: Dass du bei uns warst heute hat mich wirklich sehr gefreut.
01:21:00: das Gespräch!
01:21:03: Es hat mich ebenfalls wahnsinnig aktiviert und auch jetzt wieder inspiriert.
01:21:08: Mein inneres Fangirl hatte jetzt auch was zu füttern.
01:21:14: ich freue mich Teil des Podcasts zu sein.
01:21:21: Ich liebe es zu reden, von dem her ist das ein super schönes Gefühl was ich hier mitnehme.
01:21:28: Vielen vielen Dank für diese etwa eine Stunde die wir miteinander verbringen durften!
01:21:34: Ich freue mich über Fortsetzungen und auch über die nächsten Folgen mit anderen Gästen.
01:21:39: Ich höre ja auch rein.
01:21:41: Ja vielen Dank.
01:21:42: und für alle draußen die jetzt zugehört haben und vielleicht auch mit Egi sprechen wollen vernetzt euch mit ihr.
01:21:50: Wir werden Kontakte auch in den Show-Notes verlinken, wie gehabt.
01:21:54: Das schaut euch an.
01:21:56: Woran sie arbeitet, sprecht mit ihr.
01:21:59: Ihr habt's gehört!
01:22:00: Sie spricht gerne und auch mit euch.
01:22:02: also die Bezürer haben eine gesunde und erfolgreiche Woche und dann würde ich sagen bis nächsten Montag.
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